02.06.2010
Bis Ende des Jahres will die Landesregierung ein Thüringer Wohnraumfördergesetz vorlegen. Das kündigte Bauminister Christian Carius am Mittwoch auf dem Tag der Thüringer Wohnungswirtschaft in Suhl an. Das Gesetz solle sich an Standards wie altersgerechtes Wohnen, Barrierefreiheit und nicht zuletzt an klima- und umweltfreundliche Maßstäbe orientieren.
Es werde dabei maßgeblich darauf ankommen, die bau- und verkehrspolitischen Herausforderungen des demografischen Wandels stets im Blick zu haben, fügte er hinzu. Die Strategie des Stadtumbauprogramms, so der Minister weiter, sei auch zukünftig der richtige Weg. Seit 2002 wurden rund 45.000 Wohnungen zurückgebaut. Gleichzeitig wurden durch Förderinitiativen wie „Genial Zentral“ oder „Thüringer Innenstadtinitiative“ die Stadtzentren deutlich attraktiver gestaltet.
Altschuldenentlastung notwendig
Carius unterstrich die Notwendigkeit, den Thüringer Wohnungsunternehmen auch weiterhin Altschuldenentlastung zu gewähren. Bisher wurden damit rund 60 Unternehmen und einem Gesamtfinanzvolumen von über 174 Millionen Euro entlastet. 82 Prozent dieser Finanzmittel seien bereits in den Rückbau von rund 35.500 Wohnungen investiert. „Eine Fortführung der Altschuldenhilfe ist ebenfalls unerlässlich. Und zum Stadtumbau gibt es keine Alternative“, bilanzierte Carius beim Tag der Wohnungswirtschaft.
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