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22.06.2010

ImPuls-Region würdigt 150. Geburtstag von Henry van de Velde

Am 3. April 2013 jährt sich der Geburtstag des belgischen Architekten und Produktdesigners Henry van de Velde zum 150. Mal. Dieses Jubiläum nimmt die Arbeitsgruppe »Kultur und Tourismus – Bauhaus« der ImPuls-Region Erfurt-Weimar-Jena zum Anlass, ihre erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und van de Velde als Wegbereiter der Moderne in Thüringen zu feiern.
Neben den Mitgliedern der ImPuls-Region Erfurt, Jena, Weimar und dem Weimarer Land wird sich auch Gera an den für 2013 geplanten Aktivitäten beteiligen, wie die Klassik Stiftung Weimar mitteilte. Das Kunsthaus Apolda eröffne den Ausstellungsreigen mit einer Ausstellung zu Max Ackermann, der als einer der begabtesten Schüler an van de Veldes Weimarer Kunstgewerbeschule ein komplexes, auf farbtheoretischen Ansätzen basierendes malerisches Werk entwickelte, das ihn später konsequent zur Abstraktion führte. Ferner werden der Maler Heinrich Vogeler, der ab 1897 die internationale Kunstszene eroberte, vorgestellt sowie Curt Herrmann, einer der engsten Freunde van de Veldes und bedeutender Vertreter des deutschen Impressionismus. Curt Herrmann war zudem einer der wenigen Pointillisten außerhalb Frankreichs und Belgiens.
Mit Sascha Schneider präsentiere das Stadtmuseum Weimar den umstrittensten und schillerndsten Künstler im Weimar der Jahrhundertwende, der von 1904 bis 1908 an der Kunsthochschule in Weimar lehrte und dessen Werk heute zu Unrecht weitgehend vergessen ist.

In Erfurt bemühe man sich, in einer Ausstellung das Wirken der berühmten Wiener Werkstätte zwischen 1903 und 1932 zu thematisieren. Wie das Schaffen von Henry van de Velde, so ist auch die Wiener Werkstätte eine Frucht jener umfassenden Reformbemühungen, welche das europäische Kultur- und Geistesleben an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert prägten. Die Ausstellung möchte Ähnlichkeiten und Differenzen zwischen diesen jeweils bedeutenden Spielarten reformorientierten Gestaltens ermöglichen.

Übersichtsausstellung in Weimar

Die Klassik Stiftung Weimar bereite eine große Übersichtsausstellung zu Henry van de Velde als herausragendem Gestalter, Architekt, innovativen Methoden aufgeschlossenem Lehrer an der von ihm begründeten Kunstgewerbeschule, Sammler und unermüdlichen Kunstvermittler vor. Die Bedeutung seines vielgestaltigen Beitrages zur europäischen Moderne stehe außer Frage. Die Ausstellung werde ein weit gespanntes Panorama seiner Leistungen vorstellen, insbesondere sein umfangreiches Schaffen im Bereich des Kunstgewerbes, der Möbelentwicklung sowie der typographischen und architektonischen Entwicklung. Sein facettenreiches Werk werde mit dieser Schau zum ersten Mal in den internationalen Kontext der verschiedenen Formen des Jugendstils und der Reformbewegungen am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gestellt. Ein wesentliches Anliegen der Weimarer Ausstellung sei darüber hinaus, van de Veldes Bedeutung für das 1919 gegründete Staatliche Bauhaus und seine herausragende Bedeutung für spätere prominente Gestalter wie u.a. Max Bill oder Alvar Aalto deutlich zu machen. Der Maler van de Velde mit seinen Kontakten zum Umkreis der belgischen und französischen Kunst-Avantgarde am Ausgang des 19. Jahrhunderts und sein Verhältnis zum Neoimpressionismus würden vom Stadtmuseum in Jena mit einer umfassenden Ausstellung gewürdigt. Die Kunstsammlung Gera werde dem Wirken von van de Velde im Jahr 2013 eine Ausstellung widmen. Ebenso werden Nachfolger van de Veldes, wie der Architekt Tilo Schoder, mit seinem Schaffen in Gera gewürdigt werden.

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