29.04.2010
Thüringens Arbeitsminister Matthias Machnig hat die aktuellen Arbeitsmarktzahlen als Hoffnungszeichen für eine zunehmende Belebung am Arbeitsmarkt gewertet. „Der leichte Aufwärtstrend der vergangenen Wochen und Monate scheint sich zu verstetigen“, sagte Machnig am Donnerstag in Erfurt.
Allerdings könne noch keine Entwarnung gegeben werden: „Die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung bleiben.“ Dazu zählten die Folgen der Wirtschaftskrise ebenso wie die sich anbahnende EU-Finanzkrise. Deshalb sei auch weiterhin die Abfederung durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik erforderlich.
Als erfreulich wertete Machnig vor allem die Tatsache, dass es gerade bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren einen deutlichen Rückgang um 24,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gegeben habe. „Andererseits haben aber gerade die Schwächeren viel weniger von der aktuellen Entwicklung profitiert“, sagte der Minister. So sei der Rückgang in der Gruppe der SGB-II-Bezieher (-8 Prozent) deutlich geringer ausgefallen als bei den Kurzzeit-Arbeitslosen mit deutlich besserer Qualifikation (-25 Prozent). Nach wie vor gebe es fast 38.000 Langzeitarbeitslose sowie rund 2.300 Familien in Thüringen, in denen beide Elternteile arbeitslos seien und die von Arbeitslosengeld II lebten. Ferner seien rund 10.000 Alleinerziehende – in der Regel Frauen – arbeitslos gemeldet.
„Wir stehen vor der paradoxen Situation, dass die Fachkräfte knapp werden, während es an Perspektiven für geringer Qualifizierte fehlt“, sagte Machnig. Deshalb setze die Landesregierung darauf, die Qualifizierung und Betreuung von besonderen Zielgruppen des Arbeitsmarkts – Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Arbeitsuchende ohne Schul- oder Berufsabschluss – zu verbessern.
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