25.06.2010
Die konjunkturellen Aussichten der deutschen Wirtschaft haben sich nach Einschätzung des Deutschen Instituts der Wirtschaft (DIW) in den letzten Monaten spürbar verbessert. In vielen Kernbereichen der Industrie – wie beispielsweise in der Chemiebranche oder Metallbearbeitung – habe die Produktion inzwischen kräftig angezogen.
Auch die Auftragseingänge deuten auf eine Fortsetzung dieser Entwicklung hin, wie das Institut am Freitag mitteilte. Dementsprechend signalisiere das DIW Konjunkturbarometer einen deutlichen Anstieg des saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,9 Prozent im zweiten Quartal des laufenden Jahres.
Die hohe Dynamik des aktuellen Aufschwungs sei bemerkenswert, erklärte das Institut. So legen die wertmäßigen Auftragseingänge in der Chemischen Industrie und der Metallbearbeitung seit Frühjahr 2009 mit durchschnittlich 2,1 und 5,4 Prozent zu. Diese Werte seien beachtlich höher als der Durchschnitt der früheren Steigerungsraten. Setze sich diese Entwicklung im laufenden Jahr fort, so wäre das Vorkrisenniveau in der Chemiebranche im August und in der Metallbearbeitung bereits im Juni erreicht.
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