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18.06.2010

Uni Jena bietet ab Wintersemester Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik“

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena bietet ab diesem Herbst Jena den Masterstudiengang „Wirtschaftsinformatik“ an. „Die Betriebswirtschaft ist ein ganz besonderer Berufszweig für Informatiker“, sagte Johannes Ruhland von der Universität Jena. Für den erfolgreichen Einsatz müsse ein Computerprogramm individuell auf die Anforderungen jedes einzelnen Unternehmens angepasst werden.

„Es geht nicht darum, dass die Software besonders schnell funktioniert, sondern dass sie alle Geschäftsbereiche erfasst, sie gut miteinander verknüpft und immer einen guten Überblick gewährleistet“, erläuterte der Professor für Wirtschaftsinformatik. Das betreffe die große Aktiengesellschaft aber auch den Getränkehandel um die Ecke.

Deshalb müssen Computerspezialisten, die in diesem Bereich arbeiten wollen, unbedingt betriebswirtschaftliche Kenntnisse vorweisen, um die Abläufe in einem Unternehmen erfassen zu können. Als Zugangsvoraussetzung müsse ein abgeschlossenes Bachelorstudium im Bereich BWL, Informatik oder Mathematik vorgewiesen werden. Da ein Teil der Lehrveranstaltungen – wie eigentlich die gesamte Literatur – in Englisch angeboten wird, müssen die Studierenden außerdem entsprechende Sprachkenntnisse haben.

Praxisorientertes Studium

„Unser Studiengang ist sehr praxisorientiert“, berichtet Prof. Ruhland. „Wir sind deutschlandweit gut mit Unternehmen jeder Größe vernetzt. Dadurch haben unsere Studenten immer gleich die Möglichkeit, das Gelernte anzuwenden.“ Schon oft sind aus solchen praktischen Erfahrungen – z. B. während einer Abschlussarbeit – Anstellungen geworden. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt stehen derzeit für Wirtschaftsinformatiker immer noch sehr gut.

Dafür sorgen auch die Schwerpunkte des neuen Jenaer Masterstudiengangs. Zum einen konzentrieren sich die Wirtschaftsinformatiker der Universität Jena auf den Bereich Risikomanagement, der aus der modernen Wirtschaft nicht mehr wegzudenken ist. „Für jedes Geschäft ist es von immenser Bedeutung, seine Schwächen und eventuellen Risiken kalkulierbar zu machen, damit umzugehen und bei Zwischenfällen reagieren zu können“, weiß der Jenaer Wirtschaftsinformatiker. „Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Uni Jena hat hervorragende Experten auf diesem Gebiet, die mit den Fachvertretern der Wirtschaftsinformatik kooperieren.“

E-Commerce im Ausbildungsprofil

Zum anderen konzentrieren sich die Jenaer Wirtschaftsinformatiker besonders auf den E-Commerce-Bereich und das Customer-Relationship-Management. Wie binden Internet-Shops ihre Kunden? Was lernen sie aus dem Kaufverhalten des Kunden? Wie vermittelt und gewährleistet ein Unternehmen dabei Datensicherheit? Sollte man alles tun, was technisch machbar ist? Das sind nur einige Fragen, die dabei eine Rolle spielen. „Wenn Sie heute auf die Website eines Internet-Shops gehen, bei dem Sie schon einmal etwas gekauft haben, dann werden Ihnen gezielt Angebote gemacht, die Sie interessieren könnten“, erklärt Prof. Ruhland. „Dieses sogenannte Profiling ist ein wichtiges Instrument für die Kundenbindung; richtig und mit Augenmaß gemacht, profitieren beide Seiten davon.“  

Weitere Informationen unter: www.master.uni-jena.de/BWL_fuer_Naturwissenschaftler_Ingenieure-path-2,32.html

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