Wirtschaft & Politik

03.05.2010

Machnig will neue Bundesländer über Elektromobilität stärken

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig will den Osten zum Vorreiter bei der Entwicklung von Elektroautos machen. Deutschland brauche Forschungszentren für Elektromobilität. In den neuen Ländern müsse eine entsprechende Forschungsinfrastruktur ausgebaut werden. Zudem verlangte Machnig Kaufprämien, um die Einführung der Fahrzeuge zu erleichtern.   

Schlüsselprojekt für Deutschland

Machnig bezeichnete die Elektromobilität als „ein industriepolitisches Schlüsselprojekt für Deutschland“. Wenn Deutschland auch in Zukunft Spitze sein wolle, würden wir öffentliche und private Investitionen in diese Zukunftsbranche gebraucht.  Machnig begrüßte es, dass bereits zugesagte Forschungsmittel bis 2013 in die Entwicklung von Elektroautos investiert werden. Er fordert eine Forschungsoffensive für Ostdeutschland: „Über die Erforschung und Entwicklung von Elektroautos könnten die Forschungs- und Automobilstandorte in den neuen Bundesländern gestärkt werden“, so der Minister. „Der Aufbau eines Technologiezentrums Elektromobilität wäre eine Chance für die neuen Länder.“

1 Million Elektrofahrzeuge bis 2020

Zuvor war in Berlin im Beisein der Bundeskanzlerin Angela Merkel die Nationale Plattform Elektromobilität gegründet worden. Die Plattform wird bis Ende des Jahres in sieben Arbeitsgruppen konkrete Umsetzungsschritte erarbeiten, um Deutschland bis 2020 zum Leitmarkt für Elektromobilität mit mindestens einer Million Elektrofahrzeugen zu machen. Dabei würden Akteure aus Industrie, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft eingebunden. 

Aktivitäten bündeln

Die Herausforderung bei diesem automobilen Zukunftsthema sieht das Bundeswirtschaftministerium darin, in unterschiedlichsten Bereichen Aktivitäten anzustoßen und gleichzeitig zu bündeln. Das Thema Elektromobilität beschränke sich nicht auf den Austausch eines Verbrennungsmotors gegen den Elektromotor und die Batterietechnologie. Erforderlich sei vielmehr ein umfassendes Konzept, das von der Stromerzeugung und -verteilung über die Entwicklung einer Ladeinfrastruktur bis hin zur Datenübertragung der geladenen Strommengen reichen muss.  "Hier ist der Industrie- und Innovationsstandort Deutschland mit seinen klugen Köpfen in kleinen, mittelständischen, aber auch großen Unternehmen gefordert“, erklärte Bundeswirtschaftminister Rainer Brüderle. „Wir werden uns intensiv um alle technologie-, energie- und industriepolitischen Fragen kümmern, um die Elektromobilität und den deutschen Automobilsektor zukunftsfest zu machen“, fügte er hinzu.

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