Vermischtes

27.03.2006

Helmut Rieth für vier Jahre nach Ägypten

Der Thüringer Helmut Rieth wird Deutschland für vier Jahre bei der

Anna-Lindh-Foundation in Alexandria vertreten. Der 51-jährige Gothaer

Berufsschullehrer und ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete war zuletzt im

Thüringer Kultusministerium für die inhaltliche Planung und Durchführung des

1. Thüringer Bildungskongresses zuständig. Das Thema "Bildung für

nachhaltige Entwicklung" lag ihm besonders am Herzen.

 

Nun wird Rieth diese Themen und die Thüringer Interessen bei der Anna-Lindh-Foundation in Alexandria vertreten. Dort wird er ab 1. April für vier Jahre seinen

Arbeitsplatz haben.

 

Die Anna-Lindh-Foundation versteht sich als "Netzwerk der Netzwerke". Sie

soll die bestehenden Netzwerke der Zivilgesellschaften untereinander

vernetzen, die ihrerseits in den Bereichen Kultur, Dialog und Förderung der

menschlichen Entwicklung aktiv sind. Vor knapp einem Jahr öffnete die

Vertretung im ägyptischen Alexandria ihre Pforten. Sie organisiert Workshops

und Trainingsprogramme und arbeitet eigene Projekte aus. Auch ein Netz

zwischen den Schulen in den beteiligten Ländern mit einer eigenen

Zeitschrift befindet sich in Gründung. Die Stiftung bildet das Instrument

der Euro-Mediterranen Gemeinschaft, das in erster Linie der Annäherung der

Nationen beiderseits des Mittelmeers dient. Ziel sei die Beendigung der

bewaffneten Auseinandersetzungen, besonders des palästinensisch-israelischen

Konflikts.

 

Erreicht werden soll dies durch Aktivitäten in den Bereichen Kultur, Bildung

und Wissenschaft, Frauenrechte, Künste und Musik, da auf diesem Weg am

schnellsten die Herzen der Menschen erreicht werden. Besonders die Jugend

nördlich und südlich des Mittelmeeres soll angesprochen werden. Durch

gemeinsame Aktivitäten in diesen Projekten kann ein friedlicheres,

toleranteres Zusammenleben entstehen und es können neue Freundschaften

geschlossen werden.

 

Die Anna-Lindh-Stiftung ist die erste Institution der Euro-Mediterranen

Partnerschaft auf der Grundlage der Barcelona-Konferenz von 1995. Ihr

Netzwerk bilden die 25 Staaten der Europäischen Union zusammen mit der

Türkei, Israel und den arabischen Staaten Marokko, Algerien, Tunesien,

Ägypten, Jordanien, Palästinensische Autonomiegebiete, Syrien und Libanon.

Sie ist benannt nach der 2003 einem Attentat zum Opfer gefallenen ehemaligen

schwedischen Außenministerin Anna Lindh. Sitz der Stiftung ist Alexandria.

 

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