27.05.2010
Der Ilm-Kreis sowie die Stadt Erfurt und der Landkreis Gotha verstärken ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Industrieregion Erfurter Kreuz. Das betreffe insbesondere die Zusammenarbeit bei der Vermarktung der Gewerbegebiete, teilten die führenden Kommunalpolitiker der drei Gebietskörperschaften am Donnerstag nach einem Gespräch in Arnstadt mit.
Erklärtes Ziel sei es, durch eine verbesserte Außenwirkung des Gewerbestandortes am Autobahnkreuz zwischen Erfurt und Arnstadt neue Ansiedlungen zu befördern. Vereinbart wurde zudem ein gemeinsamer Auftritt bei der bundesweit größten Immobilienmesse Expo Real 2010 im Herbst in München. Darüber hinaus wollen die drei Kommunen auch auf Arbeitsebene mögliche Synergieeffekte in den Themenfeldern Energieeffizienz, Bildung, Tourismus und Fachkräftesicherung ausloten.
Das Erfurter Kreuz ist mit rund 50 Unternehmen und 1500 Arbeitsplätzen das größte nach der Wende neu entstandene Industriegebiet in Thüringen, sagte der Landrat des Ilm-Kreises, Benno Kaufhold „Wir wollen diese Erfolgsgeschichte fortschreiben - zum Nutzen unserer beiden Landkreise und der Landeshauptstadt“, fügte er hinzu.
Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein sagte, mit dem Industriegebiet habe Erfurt ein großes Potenzial innovativer Unternehmen unmittelbar vor der Haustür. „Davon profitiert auch die Landeshauptstadt – nicht nur, weil viele Erfurter hier eine Beschäftigung gefunden haben, sondern auch, weil dieser Wachstumskern bereits zu einer Marke gereift ist, die den Namen unserer Landeshauptstadt in die Welt hinaus trägt“, fügte Bausewein hinzu.
Mittelbare Auswirkungen erwartet hingegen der Landkreis Gotha. „Als benachbarte Region geht es uns vor allem darum, von der Magnetwirkung des Erfurter Kreuzes zu profitieren und auf diesem Weg auch Ansiedlungen in Gewerbegebieten unserer Städte und Gemeinden zu generieren“, so Gothas Landrat Konrad Gießmann. Er setzt auf den Ausstrahlungseffekt dieses Zentrums, zu dessen Ausläufern bereits heute die Logistikstandorte, etwa Fiege in Apfelstädt, gezählt werden können.
Der Industriestandort umfasst derzeit Gewerbegebiete von insgesamt rund 200 Hektar Fläche und soll auf knapp 400 Hektar erweitert werden. Bislang haben sich unter anderem so namhafte Unternehmen wie das Triebwerkreparaturunternehmen N3, die Solarzellenhersteller Bosch Solar und Masdar, der Getriebehersteller BorgWarner und der Turboladerhersteller IHI angesiedelt.
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