29.04.2010
Die regionale Wirtschaft hat nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer Erfurt die Rezession klar hinter sich gelassen. Es sei nach wie vor bemerkenswert, wie die Unternehmen trotz der vorangegangenen Auftragseinbrüche an ihren Arbeitskräften festgehalten hätten, sagte Erfurts IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
„Während das Bruttoinlandsprodukt in Thüringen 2009 um ganze 4,3 Prozent eingebrochen ist, hat sich die Zahl der Erwerbstätigen nur um 1,2 Prozent verringert“, so der IHK-Chef. Die Kurzarbeiterregelung habe sich dabei als optimale Überbrückungsmaßnahme erwiesen.
„Nach den massiven Gewinneinbrüchen wird in vielen Betrieben die Produktion nun endlich hochgefahren. Die Industrie entwickelt sich zur Trägerin des Aufschwungs und der Export übernimmt wieder die Lokomotivfunktion“, zeigt sich Grusser optimistisch. Zum Vorjahreszeitraum hätten die Ausfuhren im Freistaat immerhin um 11,3 Prozent zulegen können.
„Trotz allem sind wir noch weit von der Normalität entfernt. Etwa ein Drittel des Rückschlags hat die regionale Wirtschaft zwar wieder aufgeholt, es wird aber noch einige Zeit dauern, bis das Niveau von 2008 erreicht ist“, sagte Grusser. Natürlich sollte man die positiven Signale nicht klein reden, aber noch bestehe kein Grund, die Sektflaschen zu öffnen.
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