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18.05.2010

Piko startet erfolgreich ins neue Geschäftsjahr


Piko-Geschäftsführer René F. Wilfer mit dem Modell der neuen Expert-Serie (Foto: Uwe Frost)

Der Modellbahnhersteller Piko Spielwaren GmbH in Sonneberg ist gut in das Geschäftsjahr 2010 gestartet. Die Aufträge hätten in den ersten vier Monaten gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent zugenommen, vor allem wegen des wieder stark anziehenden Exportgeschäfts, sagte Geschäftsführer René F. Wilfer am Dienstag in Sonneberg.

Im vergangenen Jahr hatte ein deutlicher Einbruch beim Export Piko in die roten Zahlen gebracht. Selbst Zuwachsraten um 20 Prozent auf dem deutschen Markt konnten den Rückgang des Umsatzes nicht mehr auffangen. In diesem Jahr strebt Piko wieder einen Gewinn an, sagte Wilfer.

Klassische Exportmärkte im Aufwind

Besonders auf den klassischen Märkten in Osteuropa mit Russland, Polen und Tschechien, die im vergangenen Jahr deutlich eingebrochen waren, sei die Flaute überwunden, sagte Wilfer. Dort liefen die Geschäfte wieder gut, der Auftragszuwachs sei vor allem diesen Märkten geschuldet. Die Exportquote liege derzeit bei etwas über 30 Prozent.

Neupositionierung auf US-Markt

Besonders deutliche Konsequenzen hat Piko aus dem Einbruch auf dem US-Markt gezogen.  Nach Analyse des Marktes sei man zu dem Schluss gekommen, für den US-amerikanischen Markt eine eigene Vertriebsfirma zu gründen. Nur so lasse sich dieser Markt erfolgreich bedienen. Die Vertriebsfirma mit Sitz in San Diego habe am 1. Mai ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie werde den US-Markt vor allem mit Modellbahnen, Gebäuden und Zubehör der in den USA beliebten so genannten Gartenbahn im Maßstab 1:22,5 beliefern, die ausnahmslos in Sonneberg hergestellt werden. Wilfer rechnet bereits in diesem Jahr mit guten Umsätzen.

Auch deutscher Markt wächst

Ein anhaltendes Wachstum erwartet Wilfer auf dem deutschen Markt. nach Zuwächsen von 20 Prozent 2009 rechne er in diesem Jahr mit einem Plus von mindestens 10 Prozent. Insgesamt rechne Piko in diesem Jahr wieder mit einem Gewinn, nachdem 2009 noch rote Zahlen zu Buche geschlagen hatten. 

Neue Modellserie

Für dieses Jahr kündigte Wilfer eine neue Modellserie an. Damit wolle man der Entwicklung des Marktes Rechnung tragen und sich breiter aufstellen, sagte der Piko-Chef. Unter der Bezeichnung „Piko Expert“ werde die neue Serie in Preis und Ausstattung zwischen der Hobby-Linie für Einsteiger und der hochpreisigen Piko-Classic-Linie für den anspruchsvollen Modellbahner einordnen. Piko Expert biete dem ambitionierten Modellbahner raffinierte Technik und detailgetreue Modelle sowie bessere Fahreigenschaften und eine hochwertigere Motorenausstattung zu günstigen Preisen. Als erstes Modell komme im Juni das Modell der Diesellok G 1206 auf den Markt.

Der Modellbahnbauer beschäftigt derzeit in Sonneberg 150 Mitarbeiter. Im Werk Chashan in China arbeiten 250 Mitarbeiter.

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