28.06.2010

Präsentation von Bosch in der Ausstellung Automobile Welt Eisenach (Foto: Uwe Frost)
Die Automobilbauausstellung „Automobile Welt Eisenach“ ist um eine Präsentation der Robert Bosch Fahrzeugelektrik erweitert worden. Gezeigt wird an einem von Lehrlingen gestalteten Modell, welche Sensoren aus der Fertigung des Eisenacher Bosch-Werkes in den verschiedenen Fahrzeugkomponenten zum Einsatz kommen.
Ergänzt werden die Tafeln durch ein Video, in denen die Funktion der Sensoren erläutert wird. Bosch-Werkleiter Uwe Schweigert sagte bei der Vorstellung der Präsentation am Montag, ohne Zulieferer seien Autos heute undenkbar. Die meisten Autobauer verfügten gar nicht mehr über das Know-how für die vielfältigen Komponenten. Bosch liefere seine Sensortechnik aus Eisenach an über 500 Kunden weltweit. Mit derzeit 1900 Beschäftigten, darunter etwa 200 Leiharbeitern, sei das Unternehmen der größte Arbeitgeber in Eisenach.
Eisenachs Oberbürgermeister Matthias Doht kündigte noch für dieses Jahr Umbaumaßnahmen am Museumsgebäude an. Errichtet werde eine Fluchttreppe, die Voraussetzung für die Räume im 1. Obergeschoss sei. Dort soll ein Modell zu sehen sein, das das Wartburgwerk in den Dimensionen von 1990 zeigt. Es wurde im Miniaturenpark mini-a-thür in Ruhla gebaut und ist derzeit dort zu sehen.
Besuchermagnet
Nach Angaben Dohts zählte das Museum im vergangenen Jahr 35.000 Besucher. Damit ist es einer der wichtigsten Publikumsmagneten Eisenachs. Zur Arbeit der Mitte 2009 gegründeten Stiftung "Automobile Welt Eisenach" sagte der Doht, derzeit habe sie 108.000 Euro an Stiftungskapital eingesammelt. Noch in diesem Jahr könnten zwei größere Zuwendungen hinzukommen. Allerdings würden weit über eine Million Euro benötigt, um das Museum vollständig in die Stiftung zu überführen.
Die Ausstellungsräume des 2005 gegründeten Museums sind in einer 1935 erbauten und heute unter Denkmalsschutz stehenden Produktionshalle des ehemaligen Wartburg-Werkes untergebracht. Die Exponate dokumentieren die rund 112-jährige Geschichte des Automobilbaus am Fuße der Wartburg.
Zu sehen sind der erste Wartburg-Motorwagen von 1899, der Dixi 3/15 oder ein BMW 328, aber auch Serienmodelle der Wartburgtypen 311, 353 und 1.3, ein AWE-Rennsportwagen aus dem Jahr 1956 sowie Funktionsmodelle und Prototypen des Wartburg. Weitere historische Fahrzeuge können in einem zweiten Raum besichtigt werden, in dem ein Teil des Fundus steht. Dazu gehört ein Dixi Typ R9 Limousine aus dem Jahr 1912 und der nur in sechs Exemplaren gebaute Prototyp des Wartburg 355 Coupé aus dem Jahre 1968.
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