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03.05.2010

Deutscher Schlaganfalltag am 10. Mai 2010 in Jena

Am 10. Mai findet in Jena der Deutsche Schlaganfalltag statt. Dabei nimmt die Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Jena diesen Tag zum Anlass, um über Risikofaktoren, Frühsymptome, Soforthilfemaßnahmen und Rehabilitationsmöglichkeiten bei Schlaganfällen zu informieren.

An einem Infostand am Haupteingang der Jenaer Goethe-Galerie werden an diesem Tag PD Dr. Jens Weise, Oberarzt an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Jena sowie weitere Neurologen vor Ort sein, um Interessierte zu beraten und aufzuklären. Angeboten werden unter anderem eine Ultraschall-Untersuchung der Halsschlagadern, ein Schlaganfall-Risikotest und eine Blutdruckmessung.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Initiative „Thüringen gegen den Schlaganfall – Jede Sekunde zählt!“ statt. Neben der Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Jena sind auch die Behandlungszentren der neurologischen Kliniken in Altenburg, Bad Berka, Erfurt (Helios Klinikum), Gera, Hildburghausen, Meiningen, Mühlhausen, Nordhausen und Weimar an dieser Initiative beteiligt. Ziel ist neben der Fortbildung von Ärzten und Rettungssanitätern zum Thema optimale Schlaganfall-Behandlung insbesondere die Aufklärung der Bevölkerung. Jeder Thüringer Bürger sollte die Risikofaktoren und Symptome eines Schlaganfalls erkennen und im Ernstfall sofort den Notarzt rufen. Darüber hinaus sollte die Behandlung in einer Stroke Unit sichergestellt werden.

10.000 Schlaganfälle jährlich in Thüringen

Allein im Jahr 2008 wurden thüringenweit ca. 10.000 Patienten mit der Diagnose Schlaganfall stationär behandelt. Etwa ein Drittel der Betroffenen versterben innerhalb des ersten Jahres nach der Erkrankung, ein weiteres Drittel leidet dauerhaft an Behinderungen wie Lähmungen oder Sprachstörungen. Spezialisiert auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten sind die von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft zertifizierten Stroke Units. Wie Studien zeigen, sind die Sterblichkeitsrate und der Schweregrad der Folgebeeinträchtigungen bei Patienten, die in Stroke Units behandelt wurden, erheblich niedriger als bei Patienten anderer Kliniken. Nach der optimierten Akutversorgung stehen hier auch auf das Krankheitsbild spezialisierte

Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Neuropsychologen für die Rehabilitation zur Verfügung.

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