Wirtschaft & Politik

16.06.2010

IWH: Wirtschaftliche Erholung in Ostdeutschland gewinnt an Breite


Die ostdeutsche Wirtschaft hat im Frühjahr wieder Fahrt aufgenommen. Stagnierte in den ersten Monaten dieses Jahres die gesamtwirtschaftliche Produktion in Ostdeutschland noch,  hat im zweiten Vierteljahr 2010 die Erholung der ostdeutschen Wirtschaft nach ersten Schätzungen des IWH an Breite gewonnen.

Das Baugewerbe habe den witterungsbedingten Produktionseinbruch aus den ersten Monaten des Jahres überwunden, konstatiert das Institut am Mittwoch. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe seien zuletzt aufwärts gerichtet gewesen, und die vom IWH befragten Unternehmen signalisierten eine deutliche Verbesserung des Geschäftsklimas. Das  Verarbeitende Gewerbe bleibe auf Wachstumskurs. Dank eines regelrechten Schubs an  Bestellungen im ersten Quartal hätten sich die Industrieunternehmen wieder ein  Auftragspolster zulegen können. Während bei den Produzenten von Vorleistungsgütern vor allem das Ausland mehr Güter orderte, erhielten die Investitionsgüterproduzenten deutlich und die Konsumgüterproduzenten etwas mehr Aufträge aus dem Inland. Die Auslandsnachfrage nach Gebrauchs- und Verbrauchsgütern aus Ostdeutschland sei dagegen gesunken. Unter den vom IWH befragten Industrieunternehmen schätzte eine erneut gestiegene Anzahl die eigene Geschäftslage positiv ein.

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