AOK: Krankenstand in Thüringen erstmals wieder rückläufig
Der Krankenstand der AOK-PLUS-versicherten Arbeitnehmer in Thüringen ist erstmals seit 2006 wieder rückläufig. Das geht aus dem am Donnerstag in Erfurt veröffentlichen Gesundheitsbericht der Kasse hervor. Der Krankenstand liege jetzt bei 4,7 Prozent. Im Jahr 2010 hatte er noch 5,1 Prozent betragen.
Die meisten Ausfalltage seien wie im Vorjahr durch Muskel- und Skeletterkrankungen verursacht (22,8 Prozent) worden. Danach folgten die Atemwegserkrankungen mit13,3 Prozent und Verletzungen mit 12,7 Prozent. Die psychischen Erkrankungen seien mit 8 Prozent Anteil an allen Erkrankungen erstmals auf Platz vier vorgerückt.
Großer wirtschaftlicher Schaden
Der thüringischen Wirtschaft entstünden Jahr für Jahr durch arbeitsunfähig geschriebene Mitarbeiter Ausfallkosten in Milliardenhöhe. Daran seien zunehmend psychische Erkrankungen beteiligt, sagte der Vorsitzender des Vorstandes der AOK PLUS, Rolf Steinbronn. „Das hat uns zum Handeln veranlasst“, fügte er hinzu. Die AOK PLUS habe deshalb das Versorgungsprogramm „Psyche aktiv“ gestartet. Versicherte, die unter anderem an Depressionen und Schizophrenie erkrankt sind, könnten damit eine moderne und vernetzte psychiatrische Betreuung in Anspruch nehmen. In Sachsen gebe es das Versorgungsangebot seit Jahresbeginn 2011. In Thüringen werden derzeit die dafür notwendigen Ärztenetzwerke aufgebaut.
05.04.2012
Hintergrund
Viel Kohle ohne Risiko
Der Trojaner legte weltweit Computer lahm. Angeblich sollten die Nutzer pornografisches Material oder illegal Musik oder Videos aus dem Netz herunter geladen haben, erklärte die Mail mit dem Signum von Polizeibehörden aus aller Welt. 100 Euro sollte man zahlen, dann würde der Computer wieder frei geschaltet. Drei von 100 Betroffenen zahlten. Es hat ihnen nichts genützt, berichtet Gerald Hesztera von der europäischen Polizeibehörde Europol am Donnerstag auf einer Fachtagung in Erfurt. Sie sind Cyberkriminellen aufgesessen.
Termine in Thüringen
15.06.2013 - „Tag der Offenen Tür“ bei PIKO am 15. Juni 2013 »
Frosts Kolumne
Harte Einschnitte
Regierungschefin Christine Lieberknecht spricht von einem „dramatischen Bericht“. Und in der Tat hat die von der schwarz-roten Landesregierung berufene Expertenkommission dem Freistaat harte Einschnitte nahe gelegt. Sie betreffen einerseits die Landesverwaltung selbst, andererseits aber auch die Kommunen und ihre Strukturen. Da aber beginnt ein Dilemma. Denn für die Reformen der beiden Ebenen hat Lieberknecht einen unterschiedlichen Zeitplan.
Abonnieren Sie hier kostenlos aktuelle Nachrichten aus Thüringen.


