Ratgeber „Nicht ohne mein Handy“
Spiele, Klingeltöne, Logos – ständig wecken Tausende von Handy-Apps Wünsche und verlocken dazu, Geld auszugeben. Vor allem Heranwachsende können kaum widerstehen, ihre Lieblingsgeräte immer wieder mit den heiß begehrten Zusatzprogrammen aufzupeppen. Doch wenn Kinder und Jugendliche immer das Neuste auf dem Display haben möchten, zahlen sie dafür im wahrsten Sinne einen hohen Preis.
„Medienkompetenter Umgang zeigt sich auch darin, die Mediennutzung unter ökonomischen Gesichtspunkten einzuschätzen“, sagte TLM-Direktor Jochen Fasco am Donnestag in Erfurt. Dass das Ersparte oder das selbstverdiente Taschengeld von Kindern und Jugendlichen für teure Abonnements und ständige Downloads eingesetzt wird, sei in vielen Familien zunehmend ein Problem.
Mit dem Unterrichtsmaterial „Nicht ohne mein Handy“ habe die EU-Initiative Klicksafe deshalb ein weiteres Modul für die Medienarbeit in der Schule entwickelt. „Mit dem neuen Material wollen wir Heranwachsende aufklären und Anregungen für eine kompetente Mediennutzung geben“, erklärte Fasco. Enthalten seien Arbeitsblätter und komplette Unterrichtseinheiten zur Förderung eines verantwortungsvollen und selbstbewussten Umgangs mit dem Handy. Die Broschüre wurde mit dem Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz und der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz entwickelt und intensiv von der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) unterstützt.
„Nicht ohne mein Handy“ stellt eine Ergänzung des Klicksafe-Lehrerhandbuchs „Knowhow für junge User“ dar. Die Broschüre zeigt Risiken und Kostenfallen auf und gibt nützliche Tipps und Hinweise zur Tarifwahl. Von Lehrkräften und Interessierten kann sie ab sofort in der TLM abgerufen werden (Tel. 0361 21177-32, E-Mail: medienwerkstatt[at]tlm.de).
20.01.2011
Hintergrund
Viel Kohle ohne Risiko
Der Trojaner legte weltweit Computer lahm. Angeblich sollten die Nutzer pornografisches Material oder illegal Musik oder Videos aus dem Netz herunter geladen haben, erklärte die Mail mit dem Signum von Polizeibehörden aus aller Welt. 100 Euro sollte man zahlen, dann würde der Computer wieder frei geschaltet. Drei von 100 Betroffenen zahlten. Es hat ihnen nichts genützt, berichtet Gerald Hesztera von der europäischen Polizeibehörde Europol am Donnerstag auf einer Fachtagung in Erfurt. Sie sind Cyberkriminellen aufgesessen.
Termine in Thüringen
15.06.2013 - „Tag der Offenen Tür“ bei PIKO am 15. Juni 2013 »
Frosts Kolumne
Harte Einschnitte
Regierungschefin Christine Lieberknecht spricht von einem „dramatischen Bericht“. Und in der Tat hat die von der schwarz-roten Landesregierung berufene Expertenkommission dem Freistaat harte Einschnitte nahe gelegt. Sie betreffen einerseits die Landesverwaltung selbst, andererseits aber auch die Kommunen und ihre Strukturen. Da aber beginnt ein Dilemma. Denn für die Reformen der beiden Ebenen hat Lieberknecht einen unterschiedlichen Zeitplan.
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