Bahn im Nahverkehr mit konstanten Fahrgastzahlen
Die DB Regio vermeldet für ihre Nahverkehrszüge in Thüringen weitgehend stabile Fahrgastzahlen. Trotz der seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gesunkenen Bevölkerungszahl habe es im vergangenen Jahr mit 14,8 Millionen Einsteigern etwa das gleiche Ergebnis wie im Jahr zuvor und knapp eine halbe Million Einsteiger mehr als 2008 gegeben, sagte der Sprecher des Verkehrsbetriebs Thüringen bei der DB Regio Südost, Thomas Hoffmann, am Freitag in Erfurt.
Die Zufriedenheit der Kunden sei hoch, sagte Hoffmann. Während der Index der Gesamtzufriedenheit der Kunden von DB Regio insgesamt bei 67 Prozent liege, habe er im Vertriebsbereich Thüringen 71 Prozent erreicht. Besonders gut bewertet würden der Schutz im Zug (77 von 100 Punkten), die Informationen vor der Fahrt (75), das Zugpersonal (74) und die Zugausstattung (72) bewertet. Kritik gebe es an zu hoher Unpünktlichkeit und mangelnder Information bei Verspätungen. Auch würden die Preise für Bahnfahrkarten als zu hoch empfunden, sagte Hoffmann.
Qualität weiter verbessern
Die Bahn wolle die Qualität ihrer Angebote weiter erhöhen. Dafür würden konzernweit in den kommenden fünf Jahren 330 Millionen Euro eingesetzt, sagte Hoffmann. Allein auf die vier DB-Regio-Verkehrsbetriebe in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt entfielen davon 11 Millionen Euro.
Einstieg in Fernbusverkehr
Hoffmann kündigte an, dass ab dem 12. Juni erstmals eine Fernbusverbindung von Bad Staffelstein in Bayern über Lichtenfels, Coburg bis nach Erfurt eingerichtet werde. Die Busse dieses so genannten OberfankenExpresses verkehrten dreimal täglich. Betrieben werde die Linie von der Omnibusverkehr Franken GmbH, einem Tochterunternehmen der DB Bus. Hoffmann sagte, damit wolle die Bahn „in den Startlöchern stehen“, wenn der Fernbusreiseverkehr legalisiert werde. Der OberfrankenExpress sei ein Test, wie ein solches Angebot angenommen werde. Zu den Preisen der Tickets äußerte sich Hoffmann nicht.
20.05.2011
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