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Unternehmen haben sich nach der Krise stabilisiert


Der Erfurter IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser (Foto: IHK EF)

Der Erfurter IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser (Foto: IHK EF)

Die meisten Thüringer Unternehmen haben die Krise überwunden und sich finanziell stabilisiert. Sechs Prozent der befragten Unternehmen verzeichnen inzwischen sogar verbesserte Kreditkonditionen, wie IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser am Montag erklärte. Er bezog sich dabei auf eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter rund 230 Betrieben in Nord- und Mittelthüringen.

Trotz boomender Wirtschaft klagten aber noch immer 14 Prozent der Unternehmen über allgemein schlechte Finanzierungsbedingungen, fügte Grusser hinzu. Er mahnte deshalb die Politik darauf zu achten, dass eine strengere Finanzmarktregulierung nicht zu Lasten der Mittelstandsfinanzierung geht. Einige Vorschläge des Basel III-Regelwerkes, wie die Einführung einer Verschuldungsobergrenze, benachteiligten wichtige Finanzierungsinstrumente wie Export- und Förderkredite.

Inzwischen beklage jeder zweite Unternehmer die gestiegenen Risikoprämien, sagte Grusser. Bei 39 Prozent der Unternehmen beeinträchtigten fehlende Sicherheiten die Kreditkonditionen. Eine große Hürde stelle darüber hinaus auch der geforderte Anteil des Eigenkapitals dar. „Jeder Dritte hat gegenwärtig Schwierigkeiten, einen Kredit zu bekommen, weil die notwendigen Eigenmittel fehlen“, sagte der IHK-Hauptgeschäftsführer.

06.06.2011