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IAB: Kleine Betriebe stellten in der Krise am meisten ein

Rund die Hälfte aller Neueinstellungen erfolgte 2009 in Betrieben mit weniger als 50 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Das geht aus einer Arbeitgeberbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. „Kleine Betriebe haben auch in Krisenzeiten ein hohes Einstellungspotenzial, erklärten die IAB-Forscher. Zudem verhalte sich die Zahl der Neueinstellungen über verschiedene konjunkturelle Phasen hinweg in den kleinen Betrieben stabiler als in den größeren.

Allgemein sei das Stellenangebot angesichts der Finanz- und Wirtschaftkrise im Jahr 2009 stark rückläufig gewesen. In den Bereichen Metall/Metallerzeugnisse und Maschinenbau/Elektrotechnik/Fahrzeuge habe es im vierten Quartal 2009 bis zu 75 Prozent weniger Stellenangebote als im Boomjahr 2007 gegeben. Demgegenüber verzeichneten einige Dienstleistungsbereiche trotz der Wirtschaftskrise sogar einen deutlichen Anstieg an offenen Stellen. „Steigenden Arbeitskräftebedarf gab es zum Beispiel aufgrund des Ausbaus der Kinderbetreuung und aufgrund der steigenden Nachfrage nach Gesundheits- und Pflegepersonal“, schreiben die Autoren der IAB-Studie.

Industrie sucht Arbeitskräfte

Trotz der Auftragsrückgänge berichteten die Betriebe aus dem industriellen Sektor am häufigsten von schwer besetzbaren Stellen. Allgemein sei die Personalsuche den Betrieben jedoch leichter gefallen als in den beiden Jahren zuvor. Bei 17 Prozent der sofort zu besetzenden Stellen habe die Personalsuche im Jahr 2009 länger als geplant gedauert. Im Jahr 2007 habe der entsprechende Wert noch bei 22 Prozent gelegen.

22.11.2010