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Politik und Wirtschaft sehen positiven Trend auf Arbeitsmarkt

Politik und Wirtschaft sehen angesichts der jüngsten Entwicklung auf Thüringens Arbeitsmarkt einen positiven Trend. „Ich halte es für realistisch, dass Thüringen in diesem Jahr erstmals unter die 9-Prozent-Marke kommt“, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig.

Zugleich sehe er eine strukturelle Spaltung des Arbeitsmarkts. „Die Jüngeren profitieren deutlich, bei den Älteren und Langzeitarbeitslosen kommt der Aufschwung noch zu wenig an“, sagte Machnig am Dienstag in Erfurt. Zuvor hatte die Bundesagentur für Arbeit berichtet, dass die Zahl der Arbeitslosen in Thüringen deutlich zurückgegangen ist und Mitte August bei 9,2 Prozent lag.

IHK rechnet mit 5000 neuen Jobs

Es geht weiter bergauf, konstatierte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. „Bis Ende des Jahres rechnen wir in Thüringen mit weiteren rund 5.000 neuen Arbeitsplätzen und einer Arbeitslosenquote von 8,7 Prozent“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. „Angetrieben von den Exporten und einer zunehmenden Inlandsnachfrage ist der Optimismus bei den Unternehmen so groß wie lange nicht. Es wird wieder mehr investiert und Dank der guten Arbeitsmarktlage auch konsumiert“, sagte Grusser. Gerade kleine und mittelständische Firmen erwiesen sich im jetzigen Aufschwung als wichtiger Jobmotor.

VWT: Stabiler Arbeitsmarkt wirkt auch auf den Konsum

"Dass wir in Thüringen jetzt schon zum dritten Mal einen einstelligen Bereich für die Arbeitslosenquote erreichen konnten, ist eine sehr erfreuliche Tatsache“, erklärte Stephan Fauth, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Wirtschaft Thüringens. Das werde sich auch auf den Konsum auswirken und die wirtschaftliche Lage insgesamt stabilisieren. Vor allem für junge Arbeitslose gäbe es große Chancen, sich mit den entsprechenden Weiterbildungen und Qualifizierungen wieder in die Arbeitswelt zu integrieren.

31.08.2010