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Regierung sieht anhaltend positiven Trend auf dem Arbeitsmarkt


Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (Foto: TSK)

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (Foto: TSK)

Die Landesregierung hat sich zufrieden mit der Entwicklung auf dem Thüringer Arbeitsmarkt geäußert. „Mit 8,4 Prozent hält der positive Trend zu mehr Beschäftigung in vielen Branchen an“, sagte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht am Dienstag in Erfurt. Die Arbeitslosenquote sei damit weiterhin die niedrigste der neuen Länder. „Thüringen ist auf dem richtigen Weg und die Landesregierung wird alles daran setzen, den Aufschwung der Wirtschaft weiterhin zu unterstützten“, sagte Lieberknecht.   

Im November war die Arbeitslosenquote saisonbedingt geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt bei 99.095. Im November 2009 waren noch 119.217 Thüringer arbeitslos.

Weiter Arbeitsplätze sichern

Der anhaltend positive Trend hin zur Beschäftigung sei jedoch kein Grund sich zurückzulehnen, sagte Lieberknecht. Vielmehr müsse weiterhin an guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und nachhaltig wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen gearbeitet werden.

Machnig: In Fachkräfte investieren

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig sagte, der Arbeitsmarkt in Thüringen profitiere vom konjunkturellen Aufschwung. „Diesen Rückenwind müssen wir nutzen, um in Thüringen qualitativ gute Arbeit zu schaffen“, fügte er hinzu. Jetzt müsse verstärkt in die Gewinnung und Ausbildung von Fachkräften und in die Qualifizierung der Beschäftigten investiert werden. „Mit guten Löhnen und Arbeitsbedingungen kann die Thüringer Wirtschaft ihr Fundament stärken“, sagte der Minister. Für die Unternehmen sei die anziehende Konjunktur die beste Chance, um in die Köpfe zu investieren. „Jetzt ist die beste Gelegenheit, um Thüringen als Beschäftigungsstandort zu stärken“, sagte Machnig. 

VWT: Stabiler Arbeitsmarkt gibt Optimismus

"Die erfreuliche Entwicklung am Arbeitsmarkt ist vor allem im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit zu spüren, die endlich spürbar rückläufig ist", sagte Stephan Fauth, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Wirtschaft Thüringens. Kein Jugendlicher dürfe ins berufliche Abseits gestellt werden, auch wenn es nicht immer leicht sei, die häufig sehr offensichtlichen Defizite zu beseitigen. Hier müsse man mit gemeinsam daran arbeiten, dass Qualifikationen nachgeholt und Weiterbildungen angeboten würden.

Zeitarbeit hilft

"Wir sehen, dass die Zeitarbeit durch den Aufschwung einen regelrechten Boom hat“, sagte Fauth. Zeitarbeit sei absolut unverzichtbar und böte gute Chancen, auch wieder in einen festen Job zu wechseln. Ohne die Zeitarbeit könnten die Unternehmen kaum so flexibel und erfolgreich am Markt agieren.

30.11.2010