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Thüringer Kreise und kreisfreie Städte fast durchgängig auf Wachstumskurs


(Grafik: TLS)

(Grafik: TLS)

In fast allen Landkreisen und kreisfreien Städten Thüringens sind die Umsätze der Industriebetriebe im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2010 gestiegen. Spitzenreiter ist die kreisfreie Stadt Eisenach, mit geringem Abstand gefolgt vom Ilm-Kreis und dem Landkreis Gotha. Nur für den Landkreis Sömmerda wurde ein Rückgang ermittelt.

Die Betriebe von sechs Landkreisen und einer kreisfreien Stadt erwirtschafteten im 1. Quartal 2011 einen Umsatz in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Das ist mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes der Thüringer Industriebetriebe mit mehr als 50 Beschäftigten in Höhe von 6,7 Milliarden Euro, wie das Landesamt für Statistik am Freitag in Erfurt mitteilte. Die Stadt Eisenach erzielte im 1. Quartal 2011 einen Umsatz in Höhe von 585 Millionen Euro. Der Ilm-Kreis behauptete seinen zweiten Platz aus dem Vorjahr mit 583 Millionen Euro und der Landkreis Gotha erreichte 579 Millionen Euro.

Zu den führenden Landkreisen Thüringens gehörten weiterhin der Wartburgkreis (576 Millionen Euro), der Saale-Orla-Kreis (437 Millionen Euro), der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (415 Millionen Euro) und der Landkreis Schmalkalden- Meiningen (395 Millionen Euro). Vergleichsweise niedrige Umsätze erzielten die Betriebe der Stadt Suhl und der Stadt Weimar.

Exportquote steigt wieder

Die Exportquote, der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt, betrug im 1. Quartal 2011 im Durchschnitt 32,8 Prozent und erhöhte sich zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 0,7 Prozentpunkte. Über dem Thüringer Durchschnitt lagen die Stadt Jena mit 48,1 Prozent, der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 43,1 Prozent und der Landkreis Sonneberg mit 40,6 Prozent. Es folgten der Kyffhäuserkreis mit 38,5 Prozent, die Stadt Erfurt und der Saale-Orla-Kreis mit jeweils 34,0 Prozent. Lediglich 17,7 Prozent betrug der Exportanteil am Umsatz im Landkreis Altenburger Land. Bezogen auf die absolute Höhe der Exporte lag der Ilm-Kreis mit 197 Millionen an der Spitze. Die Exportzahlen für die Stadt Eisenach und den Landkreis Sömmerda werden aus Geheimhaltungsgründen wegen der Dominanz einzelner Unternehmen nicht in der Statistik ausgewiesen.

Im Monatsdurchschnitt waren im 1. Quartal 2011 in den Thüringer Industriebetrieben 130.000 Personen tätig, 6609 Personen mehr als in den ersten drei Monaten 2010. Mit rund 5 Prozent mehr Beschäftigten konnte der Umsatz im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 1 Milliarde Euro gesteigert werden. Auch der Export wuchs in diesem Zeitraum um 368 Millionen Euro.

20.05.2011