Mehr Aufträge für die Thüringer Industrie
Die Auftragsbücher der Thüringer Industriebetriebe waren im abgelaufenen Kalenderjahr im Vergleich zum Krisenjahr 2009 wieder deutlich besser gefüllt. 2010 gingen preisbereinigt durchschnittlich 20,3 Prozent mehr Bestellungen ein als im Jahr zuvor. Allerdings lag das registrierte Auftragsvolumen noch immer unter dem Niveau der Jahre 2007 und 2008 (- 4,8 bzw. - 7,7 Prozent).
Insbesondere im Auslandsgeschäft konnte trotz eines Zuwachses um 22,2 Prozent der deutliche Einbruch im Jahr 2009 noch nicht wieder vollständig kompensiert werden, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch in Erfurt mitteilte. Die Nachfrage aus dem Inland habe um 19,4 Prozent zugenommen.
Überdurchschnittliche Wachstumsraten im Vergleich zu 2009 hätten die Hersteller von Gebrauchsgütern sowie von Vorleistungsgütern verzeichnet. Diese Betriebe registrierten im Jahre 2010 eine durchschnittliche Zunahme der eingegangenen Aufträge um 33,5 bzw. um 21,8 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Zuwachsraten im zweistelligen Bereich habe es auch bei den Investitionsgüterproduzenten gegeben. Bei diesen Betrieben seien durchschnittlich 18,6 Prozent mehr Aufträge eingegangen als 2009. Die Hersteller von Verbrauchsgütern registrierten nur einen leichten Auftragszuwachs von 0,3 Prozent.
16.02.2011
Hintergrund
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