VMET beklagt steigende Rohstoffpreise
Der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen (VMET) hat die steigenden Rohstoffpreise beklagt. Der Rohstoffeinkauf werde zum Glücksspiel, erklärte der Verband am Freitag in Erfurt. "Die Preisschwankungen der für die Metall- und Elektroindustrie wichtigsten Rohstoffe nehmen zu und sind damit immer schwerer einzuschätzen", sagte der VMET-Vorsitzende Wolfgang Zahn. Die Kostenauswirkungen, die daraus resultierten, stellten erhebliche Risiken dar und gefährdeten im Zusammenspiel mit schwankenden Wechselkursen die Wettbewerbsfähigkeit der Thüringer Unternehmen.
Der Verband schätzt das von den wichtigsten Rohstoffen ausgehende Preisrisiko auf 1,9 Milliarden Euro und damit etwa 12 Prozent des jährlichen Branchenumsatzes. Von den schwankenden Rohstoffpreise und Wechselkurse gingen darüber hinaus Bilanzrisiken aus, die die Ausgangslage für Fremdfinanzierungen der Unternehmen der Thüringer Metall- und Elektroindustrie negativ beeinflussen können.
"Das Timing des Rohstoffeinkaufs ist ein reines Glückspiel, denn es bestimmt maßgeblich die Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Zahn. Das zeige sich insbesondere am Beispiel des Stahlpreises, der täglich durchschnittlich um über 2 Prozent schwanken kann. Ebenso sei der Wechselkurs Dollar/Euro einer durchschnittlichen täglichen Schwankung von 0,75 Prozent unterworfen.
09.03.2012
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