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Deutsche Wirtschaft erholt sich weiter

Die deutsche Wirtschaft erholt sich weiter, allerdings nicht mehr so schnell wie im Frühjahr. Starke außenwirtschaftliche und fiskalische Impulse, die günstige Beschäftigungsentwicklung sowie erhebliche witterungsbedingte Nachholeffekte ermöglichten ein außergewöhnlich kräftiges Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal von preis-, kalender- und saisonbereinigt 2,2 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag in Berlin mitteilte. Mit rund 60 Prozent lieferte die inländische Verwendung einen deutlichen Wachstumsbeitrag. Sowohl die Belebung der Investitionen in Ausrüstungen und Bauten als auch die privaten Konsumausgaben trugen hierzu bei.

Darüber hinaus kamen spürbare Impulse vom Export. Von der Entstehungsseite trugen vor allem das Produzierende Gewerbe einschließlich Baugewerbe sowie der Dienstleistungsbereich "Handel, Gastgewerbe und Verkehr" zum Wachstum bei. Insgesamt verbreiterte sich die Basis der Auftriebskräfte merklich und die selbsttragenden Einflüsse gewannen an Bedeutung.

Abschwächung zu erwarten

Im zweiten Halbjahr erwartet das BMWi, dass die Sondereinflüsse, die im zweiten Quartal stützend wirkten, abklingen oder entfallen. Zum anderen sei von einer Abschwächung des Expansionstempos der Weltwirtschaft auszugehen. Die dadurch ruhigere Gangart werde bereits durch die vorliegenden Konjunkturindikatoren angezeigt. Die Stimmung in der Wirtschaft sei nach den einschlägigen Indikatoren nach wie vor zuversichtlich, aber weniger ausgeprägt als zuvor. Auch die jüngsten Daten über die Entwicklung von Produktion und Auftragseingang blieben hinter den außerordentlich starken Ergebnissen des Frühlings zurück. In der Tendenz zeigten die Konjunkturindikatoren eine Fortsetzung des Erholungsprozesses der deutschen Wirtschaft im zweiten Halbjahr an.

20.09.2010