Thüringer Bauhauptgewerbe verliert wieder an Umsatz
Das Thüringer Bauhauptgewerbe hat im Juli an Umsatz verloren. Nach einem Anstieg im Vormonat erzielten die Betriebe der Branche mit 20 und mehr Beschäftigten im Juli 2010 einen Gesamtumsatz in Höhe von 187 Millionen Euro. Das waren 5,9 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Von Januar bis Juli 2010 wurden Umsätze in Höhe von 864 Millionen Euro erzielt, bei gleicher Zahl an Arbeitstagen waren das 73 Millionen Euro bzw. 7,8 Prozent weniger als vor Jahresfrist.
Im öffentlichen und Straßenbau verringerte sich der baugewerbliche Umsatz um 12,2 Prozent, wie das Landesamt für Statistik am Dienstag in Erfurt mitteilte. Im gewerblichen Bau fiel der Umsatzrückgang mit 2,6 Prozent geringer aus. Im Wohnungsbau erhöhte sich der Umsatz um 2,2 Prozent.
Etwas mehr Aufträge
Im Juli 2010 gingen in den Betrieben Aufträge in Höhe von 188 Millionen Euro ein. Gegenüber Juli 2009 erhöhten sie sich um knapp 4 Millionen Euro bzw. 2,0 Prozent.
Bis Ende Juli 2010 kumulierten sich die Bauaufträge auf 945 Millionen Euro, 145 Millionen Euro bzw. 13,3 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dieser Rückgang ist auf eine Verringerung der wertmäßigen Nachfrage nach Bauleistungen im öffentlichen und Straßenbau um 24,5 Prozent zurückzuführen. Im Wohnungsbau fiel der Rückgang mit 1,2 Prozent geringer aus. Im gewerblichen Bau stiegen die Aufträge um 18,9 Prozent.
Mehr Beschäftigte
Ende Juli 2010 waren in den Thüringer Betrieben des Bauhauptgewerbes 15.763 Personen beschäftigt. Das waren 3,0 Prozent mehr als Ende Juli 2009. Die Umsatzproduktivität im Thüringer Bauhauptgewerbe verringerte sich damit im Vergleich Juli 2010 zu Juli 2009 um 8,6 Prozent auf 11.869 Euro Umsatz je Beschäftigten. Bis Juli 2010 wurde kumuliert eine Umsatzproduktivität in Höhe von 57.205 Euro erreicht, 10,6 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
21.09.2010
Hintergrund
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