Wirtschaft & Politik

Bürgschaften sicherten 13.000 Arbeitsplätze


Thüringens Finanzminister Wolfgang Voß (Foto: Uwe Frost)

Thüringens Finanzminister Wolfgang Voß (Foto: Uwe Frost)

Das Land Thüringen hat seit 1991 Haftungsrisiken in Höhe von insgesamt 4,481 Milliarden Euro aus Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen übernommen. Am Jahresende 2011 belief sich der Bestand an Eventualverbindlichkeiten des Landes noch auf eine Summe von 1,623 Milliarden Euro, wie das Finanzministerium am Donnerstag mitteilte. Allein im vergangenen Jahr seien mit den Bürgschaften rund 13.000 Arbeitsplätze gesichert worden.

Von den insgesamt 279 Bürgschaften im Wirtschaftsbereich betrafen im Jahr 2011 allein 274 kleine und mittelständische Unternehmen. „Damit erleichtern wir Investitionsentscheidungen vor Ort, die wiederum positive Effekte für den Arbeitsmarkt, die Lohnentwicklung und die Lebensbedingungen in unserem Land haben“, sagte Finanzminister Wolfgang Voß.

Im Jahr 2011 wurden vom Freistaat insgesamt 83,2 Millionen Euro an Bürgschaften und Garantien gewährt. Davon entfielen nach Angaben des Finanzministeriums 11,7 Millionen Euro auf die Wohnungs- und Städtebauförderung, 0,1 Millionen Euro auf die Landwirtschaft und 71,4 Millionen Euro auf die gewerbliche Wirtschaft. Damit seien Kredite in Höhe von 160,5 Millionen Euro abgesichert worden. 69,4 Millionen davon flossen in Investitionsvorhaben, die meisten davon (57,5 Millionen Euro) wurden von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft realisiert. Im Jahr 2011 wurden insgesamt 19,4 Millionen Euro auf Bürgschafts- und Garantieanspruchnahmen aus vorangegangenen Bürgschaften geleistet.

19.04.2012