Wirtschaft & Politik > überregional

Bundesregierung bestätigt Konjunkturprognose

Die Bundesregierung erwartet einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,7 Prozent in diesem Jahr und von 1,6 Prozent im nächsten Jahr. Damit bekräftigt sie ihre früheren Prognosen und bleibt etwas verhaltener in der Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung als die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute. "Die deutsche Wirtschaft kommt wieder in Schwung“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler am Mittwoch in Berlin.

Triebfeder des Wachstums bleibe die Binnenkonjunktur. Dabei spiele die ausgesprochen positive Entwicklung am Arbeitsmarkt eine besondere Rolle. Die Wachstumsdelle der letzten Monate habe den Beschäftigungszuwachs nicht gestoppt. Die Erwerbstätigkeit werde weiter deutlich steigen und gleichzeitig die jahresdurchschnittliche Zahl an Arbeitslosen in den kommenden zwei Jahren noch mal um insgesamt fast 200.000 Personen zurückgehen. Damit sinke die Arbeitslosenquote in diesem Jahr auf 6,7 und im nächsten Jahr auf 6,5 Prozent.

Schuldenkrise nicht gelöst

Rösler warnte indes vor anhaltenden Risiken. Die europäische Staatsschuldenkrise sei noch nicht gelöst. Steigende Preise könnten sich zudem zu einem Risiko für den Aufschwung entwickeln.

25.04.2012