Großes Potenzial für Solaranlagen entlang der Autobahnen
Mit Solaranlagen entlang der Thüringer Autobahnen könnten etwa 13 Prozent des Nettoenergieverbrauchs im Freistaat gedeckt werden. Das geht aus einer Studie der Thüringer Energie- und Greentech-Agentur (ThEGA) hervor. Entlang des über 500 Kilometer langen Autobahnnetzes ließen sich Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1700 Megawattpeak installieren und 1,5 Gigawattstunden Strom erzeugen.
Nach den Vorgaben der Bundesregierung ist in einem 110 Meter breiten Streifen die Errichtung von Photovoltaikanlagen möglich. Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig sagte, mit der Nutzung dieser Standorte könnte sich der Flächenverbrauch an anderer Stelle reduzieren lassen. Zudem ergebe sich in der Kombination mit Lärmschutzanlagen ein doppelter Effekt.
In der Studie war der Abschnitt der A 4 zwischen Eisenach und Gotha untersucht worden. Die Ergebnisse seien dann auf das gesamte Autobahnnetz hochgerechnet worden, sagte der ThEGA-Geschäftsführer Dieter Sell. 26 Prozent der Flächen waren für Solaranlagen sehr gut, weitere 35 Prozent gut geeignet. Nur 6 Prozent waren ungeeignet.
Nach Angaben von Sell wird die Studie jetzt deutschlandweit publik gemacht und Projektentwicklern vorgestellt. Zudem habe die ThEGA Leitlinien entwickelt, mit denen potenzielle Investoren anhand vorhandener Daten und Geo-Informationen geeignete Flächen auch an den in der Studie nicht erfassten Autobahnstrecken ermitteln können.
04.07.2012
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