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IHK Erfurt für familienbewusste Personalpolitik ausgezeichnet


Als erste Wirtschaftskammer in Thüringen wurde die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt für ihre familienbewusste Personalpolitik ausgezeichnet. Die „berufundfamilie gGmbH“ hat das von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Universität Trier entwickelte Qualitätssiegel für weitere drei Jahre bestätigt und bei einer Festveranstaltung in Berlin an die IHK Erfurt übergeben. Bereits 2009 wurde ihr als einer der ersten Institutionen in Deutschland das Zertifikat verliehen.

„Viele der bereits umgesetzten Zielstellungen, wie die Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort, haben sich in der Praxis bewährt und positiv auf die Motivation der Mitarbeiter ausgewirkt“, erläutert die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK, Dr. Cornelia Haase-Lerch, die das Zertifikat in Berlin entgegennahm. Junge Mütter, die aus der Elternzeit zurückkehren, könnten verstärkt in Teilzeit arbeiten und auch Vätern werde die Inanspruchnahme von Elternzeit ermöglicht.

Im Rahmen der erneuten Zertifizierung hatte die Geschäftsleitung insbesondere die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in den Mittelpunkt gerückt. Auch bei diesen familiären Verpflichtungen will die Kammer ihre Beschäftigten unterstützen. „Wir bieten zum Thema Pflege von Angehörigen verschiedene Schulungen an, informieren zu aktuellen gesetzlichen Änderungen und halten umfangreiches Informationsmaterial für die Betroffenen bereit“, sagte Haase-Lerch.

Das Audit „berufundfamilie“ steht unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder und Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler. Die Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung wird neben dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auch von den Wirtschaftsverbänden BDA, BDI und ZDH unterstützt. Zusammen mit den 1000 Zertifikatsträgern profitieren rund 1,9 Millionen Beschäftigte und 1,2 Millionen Studierende vom Familienbewusstsein ihrer Arbeitgeber.

13.06.2012