Land fördert Forschergruppen mit 7 Millionen Euro
Das Land Thüringen fördert sieben Forschergruppen mit insgesamt 7 Millionen Euro. Mit den Zuwendungen sollen Forschungsprojekte unterstützt werden, um wettbewerbsfähige und vermarktungsreife Produkte zu entwickeln, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig am Mittwoch bei der Übergabe der Förderbescheide in Erfurt.
Die Projekte an Hochschulen und Instituten in Jena, Weimar, Ilmenau und Schmalkalden laufen über drei Jahre. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Land in einer ersten Tranche 18 Projekte der industrienahen Forschung mit insgesamt 14,5 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt. Um die Förderung hatten sich nach Angaben des Wirtschaftsministeriums insgesamt 71 Forschergruppen beworben.
Machnig sagte, die gezielte Unterstützung von industriellen Forschergruppen stärke den Innovations- und Technologiestandort Thüringen. Ziel sei es, möglichst schnell gute Ideen und Forschungsansätze in Produkte zu überfahren und damit Wertschöpfung zu generieren.
Projekte der Medizintechnik und grüner Technologien
Gefördert wird unter anderem ein Projekt der Technischen Universität Ilmenau zur Entwicklung von Therapien zur Behandlung von Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration. Diese nicht heilbare Erkrankung betreffe derzeit in Deutschland rund 4,5 Millionen Menschen, sagte Projektleiter Jens Haueisen von der TU Ilmenau. In 8 Jahren würden es bereits etwa 6 Millionen Menschen sein. Das Projekt ziele darauf, Methoden zu entwickeln, um Bilder auf sehfähige Bereiche des Auges umzulenken.
Unterstützung erhält auch ein Projekt von Wissenschaftlern des Jenaer Instituts für Photonische Technologien, mit dem optische Sensorsysteme zur Identifizierung von umweltschädlichen und gesundheitsgefährdenden Substanzen entwickelt werden. Die Bauhaus-Universität Weimar erhält Fördermittel für energieeffizientes Bauen.
25.04.2012
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