Sachsen-Anhalt und Thüringen wollen enger zusammenarbeiten
Thüringen und Sachsen-Anhalt wollen enger zusammenarbeiten. Das vereinbarten die Regierungen beider Bundesländer am Dienstag in einer gemeinsamen Kabinettssitzung auf Schloss Ballenstedt. So wollen sie eng bei der Vorbereitung und Durchführung des Reformationsjubiläums 2017 zusammenarbeiten. Darüber hinaus wollen die beiden Länder ihre Kooperation zur Entwicklung der Elektromobilität fortführen.
Zur Vorbereitung des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017 haben die beiden Länder beschlossen, sich für den weiteren Ausbau und die länderübergreifende Vernetzung des mitteldeutschen Lutherweges einzusetzen, wie die Thüringer Staatskanzlei nach der Sitzung am Dienstag mitteilte. Kulturelle Veranstaltungen im Umfeld des Lutherweges sollen seine Attraktivität fördern. Der 2008 ins Leben gerufene Lutherweg verbindet derzeit 40 Lutherstätten in Sachsen-Anhalt und 21 Lutherorte in Thüringen. Sachsen beteiligt sich seit 2011 und wird in den kommenden Jahren weitere Abschnitte ausweisen. Eine Beteiligung Hessens ist geplant.
Zusammenarbeit bei Elektromobilität wird fortgesetzt
Die im Rahmen der gemeinsamen Bewerbung als „Schaufenster Elektromobilität Mitteldeutschland“ praktizierte Zusammenarbeit beider Länder auf dem Gebiet der Elektromobilität soll fortgesetzt werden. So wollen sie den Aufbau eines Elektromobilitätsnetzwerkes vorantreiben und Akteure auf dem Gebiet der Elektromobilität dabei unterstützen, Elektromobilitätsprojekte zu konzipieren und Fördermittel des Bundes und der EU einzuwerben.
Ferner vereinbarten die Regierungen, die Zusammenarbeit der beiden Länder und Sachsens auf dem Gebiet der Lebensmittel- und Veterinäruntersuchung sowie der Tierseuchenbekämpfung enger zu gestalten. Dies schließe auch die Weiterbildung des Fachpersonals ein. Dazu ist der Abschluss eines Staatsvertrages zwischen den Ländern geplant.
26.06.2012
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