Taubert und Matschie kündigen „Landesprogramm Schulsozialarbeit“ an
Thüringen will ein „Landesprogramm Schulsozialarbeit“ auflegen. Ziel sei die bedarfsgerechte Förderung der Schulsozialarbeit, erklärten Sozialministerin Heike Taubert und Bildungsminister Christoph Matschie am Donnerstag in Erfurt bei der Vorstellung eines entsprechenden Gesetzentwurfs.
Es gehe um die individuelle Förderung der Schüler, sagte Matschie. Dabei sei die Schulsozialarbeit ein wichtiger Baustein dafür, dass möglichst alle Schüler einen Abschluss schaffen. Taubert verwies darauf, dass von einem „Landesprogramm Schulsozialarbeit“ vor allem Kinder und Jugendliche profitieren, die von ihrem eigenen Elternhaus nicht die erforderliche Förderung, Unterstützung und Begleitung erfahren können. „Wir wollen gezielt unterstützen, um nicht nur Armut zu bekämpfen, sondern auch die Fachkräfte von morgen ausbilden zu können“, sagte Taubert.
Gute Erfahrungen
In Thüringen seien bereits gute Erfahrungen mit Schulsozialarbeit gemacht worden. Derzeit seien 97 Schulsozialarbeiter auf 73 Stellen in den Schulen aktiv. „Wir wollen ihre Zahl nun mehr als verdoppeln“, sagte Taubert. Mit dem Landesprogramm Schulsozialarbeit sollen dann insgesamt rund 200 Stellen geschaffen werden.
15.03.2012
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