Wirtschaft & Politik

Thüringen verliert im Tourismus an Boden


Das Stadtschloss in Weimar lockt jedes Jahr Tausende Touristen (Foto: Uwe Frost)

Das Stadtschloss in Weimar lockt jedes Jahr Tausende Touristen (Foto: Uwe Frost)

Thüringen verliert im deutschlandweiten Vergleich an Boden. Die Branche wachse in anderen Bundesländern schneller als in Thüringen, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig am Monat auf einer Fachkonferenz in Erfurt. „Das heißt, wir verlieren Marktanteile“, fügte er hinzu.

Dabei sei de Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Thüringens Tourismus erwirtschaftete im vergangenen Jahr 3,1 Milliarden Euro Umsatz, sagte Machnig. Nach Angaben von Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, haben Touristen 2010 in Deutschland 280 Milliarden Euro ausgegeben. Die Branche beschäftige direkt 2,9 Millionen Menschen, 7 Prozent aller beschäftigten in Deutschland.

Zu wenige Gäste aus dem Ausland

Nach den Worten Machnig schöpft Thüringen das Potenzial an Besuchern aus dem Ausland nicht aus. „Im Ausland ist Thüringen als Reiseziel noch zu wenig bekannt“, sagte der Ressortchef. Der Freistaat wolle deshalb seine Marketing-Aktivitäten im Ausland verstärken und auch bei internationalen Großveranstaltungen Präsenz zeigen.

Auf dem Tourismustag übergab der Minister dem Gewinner des Tourismusbudgets - der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Hainich-Werratal und dem Tourismusverband Hainichland - einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 750.000 Euro für ihr Konzept „Hainichland – Aktiv in der Welterberegion“. Er hoffe, das Geld werde gut angelegt, um Service und Qualität in dieser zukunftsträchtigen Tourismusregion zu heben.

02.07.2012