Veste Heldburg im Zentrum des 21. Thüringer Wandertages

Für Wanderer bietet Thüringen mit 16.000 Kilometern Wanderwegen schier unendliche Möglichkeiten. (Foto: Uwe Frost)
Die Veste Heldburg wird Zentrum des 21. Thüringer Wandertages am 16. Juni. Viele der vom örtlichen Wanderverein ausgewählten Routen für die erwarteten rund 1000 Wanderer führen an der alten Burg vorbei. Und auch ein 7,5 Kilometer langer Abschnitt des Lutherwegs, der an jenem Samstag eingeweiht wird, erlaubt den Wanderern einen Blick auf die Veste.
Der Wandertag leitet zugleich den 12. Thüringer Wandersommer ein, der von der Thüringer Tourismusgesellschaft (TTG) organisiert wird. Mit dieser Verknüpfung, die nun schon viele Jahre Bestand hat, gehöre Thüringen zu den Vorreitern in Deutschland. 56 Prozent der Deutschen wandern, eine sehr hohe Zahl. Thüringen, dass sich laut Grönegres als Wanderland Nr. 1 sieht, will noch mehr von ihnen auf die Wanderrouten im Freistaat locken.
Nachholebedarf bei der Infrastruktur
Dazu müsse aber noch einiges in der Infrastruktur getan werden. 16.000 Kilometer mehr oder weniger gut ausgebaute Wanderwege bietet Thüringen. Der 170 Kilometer lange Rennsteig ist der berühmteste, mit dem sich die Thüringer identifizieren und den viel Nichtthüringer mit dem Thüringer Wald eng verbinden, sagt Grönegres. 22 Wanderwege sind Prädikatswanderwege. Setzt man die Länge des Streckennetzes , von denen 6000 Kilommeter sehr gut ausgebaut sind, aber ins Verhältnis zu den gerade einmal 73 Unterkünften mit dem Zertifikat „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“, wird schlagartig sichtbar, dass Land, Hotellerie und Gastronomie noch eine ganze Menge leisten müssen, um wirklich attraktiv für Wanderer zu werden.
Fördermöglichkeiten erweitert
Es fehlt einfach an ausreichend Hotels und Pensionen, die auf die Belange von Wanderern zugeschnitten sind. Dazu gehört auch Barrierefreiheit, die sich nicht für behinderte Menschen wichtig ist, sondern auch für eine zunehmend älter werdende Klientel. Das Land hat reagiert und seine Förderrichtlinien geändert. Jetzt können auch wieder Neubau und Modernisierungen von Hotels und Pensionen finanziell unterstützt werden. Voraussetzung ist, dass damit Lücken in der touristischen Infrastruktur geschlossen werden. Die Barrierefreiheit ist ein weiteres Kriterium. Dafür habe der Hotel- und Gaststättenverband, mit dem die TTG eng zusammenarbeite, strenge Kriterien aufgestellt.
Ausbau des Lutherweges
Ein langfristiges Projekt zum Ausbau der Infrastruktur fürs Wandern ist der Lutherweg. Spirituelles Wandern erfreue sich immer größerer Beliebtheit, sagt Grönegres. Der Lutherwanderweg, der bis zum 500. Lutherjubiläum 2017 fertig sein soll, könnte dafür viele Gelegenheiten bieten. Er verbindet auf vier Routen die verschiedensten Wirkungsstätte des Reformators Martin Luthers ein. Insgesamt soll er 1400 Kilometer lang werden. Allein in Thüringen werden 960 Kilometer verlaufen. Seit 2009 sind eine Reihe von Abschnitten eröffnet worden. Anfang 2012 soll er in Thüringen komplett sein. Weitere Abschnitte liegen in Sachsen-Anhalt, das die Idee für den Weg hatte, sowie in Bayern und Hessen.
Wandern und Gesundheit
Der Wandersommer werde in diesem Jahr eng mit dem Thema Gesundheit verknüpft sein, sagte Grönegres. Bad-Coberg-Heldbur mit seiner Kurklinik biete sich dafür geradezu an. Schon am 15. Juni findet dort ein Gesundheitsforum statt. Themen seien unter anderem Gesundheit und Wandern, passende Ernährung und spirituelles Wandern.
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