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Wieder weniger Unternehmensinsolvenzen


Grafik: TLS

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Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen ist in den ersten fünf Monaten 2012 gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum 2011 um 10 Verfahren bzw. 4,3 Prozent auf 220 Unternehmen zurückgegangen. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 1189 Arbeitnehmer, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch in Erfurt mitteilte.

Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 46 Verfahren nach wie vor im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 40 Verfahren. Damit ging die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe um 25,8 Prozent und im Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen 7,0 Prozent zurück. Im Verarbeitenden Gewerbe blieb der Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 27 auf dem Vorjahresniveau (Januar bis Mai 2011: 28 Anträge).

Insgesamt entschieden die Thüringer Amtsgerichte von Januar bis Mai 2012 über 1556 Insolvenzverfahren. Davon entfielen 85,9 Prozent auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher und Nachlässe).

Damit ging die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 162 Anträge bzw. 9,4 Prozent zurück.

1461 Verfahren bzw. 93,9 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 89 Verfahren bzw. 5,7 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 6 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 240 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 154.000 Euro aus.

08.08.2012