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Hochschulen erhalten mehr Geld


Kultusminister Christoph Matschie (Foto: TMBWK)

Kultusminister Christoph Matschie (Foto: TMBWK)

Die Thüringer Hochschulen erhalten mehr Geld vom Land. In den kommenden vier Jahren werden sie 1,56 Milliarden Euro bekommen. Das sind 121 Millionen Euro mehr als in den Jahren 2008 bis 2010. „Mit dem Hochschulpakt haben die Hochschulen in den nächsten vier Jahren Planungssicherheit“, sagte Kultusminister Christoph Matschie am Freitag in Erfurt. Der Leiter der Hochschulrektorenkonferenz, Klaus Dicke äußerte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Damit sei der finanzielle Rahmen für die Hochschulen berechenbar. „Sie können planen, sie können gestalten“, sagte der Rektor der Uni Jena.

Matschie sagte, es sei den Thüringer Hochschulen gelungen, den demografisch bedingten Rückgang an Abiturienten zu kompensieren. Mit 53.000 Studenten sei das Niveau des Vorjahres gehalten worden. Auch seien die Hochschulen wichtige Arbeitgeber und Forschungseinrichtungen. Angesichts der Herausforderung durch den demografischen Wandel, den absehbaren Mangel an Fachkräften, den altersbedingten personellen Umbau an den Hochschulen und die Entwicklung der öffentlichen Haushalte gelte es, die Hochschulen im Freistaat attraktiv zu machen. Der Hochschulpakt biete dafür einen verlässlichen Rahmen.

Strukturveränderungen erforderlich

Allerdings seien strukturelle Veränderungen notwendig, sagte Matschie. Es gehe dabei um eine engere Zusammenarbeit beispielsweise der Bibliotheken und in der Verwaltung und um die Bildung von Kompetenzzentren. Diese Veränderungen sollten die Hochschulen aber autonom gestalten.

An der Grenze des Machbaren                       

Dicke verwies darauf, dass die Mehrzuweisungen die steigenden Kosten der Hochschulen durch Personal und Betriebskosten nicht ausgleichen könnten. Den Hochschulen sei bewusst, dass das Land „an die Grenzen des Machbaren“ gegangen sei. Mit „weniger als jetzt“ würde es aber zu nicht mehr kompensierbaren Leistungseinschnitten kommen. Gleichwohl werde der Hochschulpakt von allen Hochschulen mitgetragen. Es handle sich um „ein Ergebnis, mit dem sich arbeiten lässt, auch wenn es nicht einfach wird“, sagte Dicke.

Der Hochschulpakt wird jetzt dem Landtag zugeleitet und am 11. November im Haushaltsausschuss beraten. Anschließend soll er unterzeichnet werden.

21.10.2011