Wirtschaft & Politik > Ausbildung

Thüringen fördert Masterausbildung Berufstätiger


Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (Foto: TMWAT)

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (Foto: TMWAT)

Das Land fördert die Weiterbildung von Thüringer Beschäftigen. Unterstützt würden Beschäftigte, die neben ihrem Beruf einen akademischen Masterabschluss anstreben. „Wir wollen die im Land vorhandenen Qualifikationspotentiale besser nutzen und dazu beitragen, die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften zu decken“, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig am Mittwoch in Erfurt.

Zugleich gehe es darum, motivierte Leute hier im Land zu halten, indem ihnen hier neue beruflichen Perspektiven geboten wird. Die Förderung des berufsbegleitenden Masterstudiums sei Bestandteil des „Aktionsprogramms Fachkräftesicherung und Qualifizierung“, das im August vergangenen Jahres gestartet ist.

Voraussetzung Bachelor
Gefördert wird nach Angaben des Wirtschaftsministeriums das Masterstudium im Fernunterricht mit 50 Prozent der Teilnahme- und Prüfungsgebühren bis zu einer Höhe von maximal 6000 Euro. Förderfähig seien sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Thüringer Unternehmen, die bereits über einen Bachelor-Abschluss verfügen und während des Studiums vollzeitbeschäftigt bleiben. Die Antragstellung erfolge durch den jeweiligen Arbeitgeber bei der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen (GfAW). Eine Einschränkung auf bestimmte Studiengänge gebe es nicht. Der gewählte Studiengang müsse zu einem anerkannten Masterabschluss führen. Das Wirtschaftsministerium rechnet mit 50 bis 100 Förderanträgen pro Jahr.

Lücke geschlossen 

Bisher werden in Deutschland nur Präsenzstudiengänge vom Bachelor zum Master mit BaFöG-Leistungen unterstützt. Beschäftigten, die ein solches Studium berufsbegleitend absolvieren, wird dabei ihr Einkommen auf den BaFöG-Anspruch angerechnet, so dass in vielen Fällen keine Leistungen gezahlt werden. „Mit dem neuen Programm schließen wir also eine Förderlücke für diejenigen, die weiter in ihrem Betrieb tätig bleiben wollen, und schaffen zusätzliche Anreize für eine Höherqualifizierung“, sagte Machnig.

14.09.2011