Bundesregierung korrigiert Jahresprognose nach unten
Die Bundesregierung hat ihre Jahresprognose für das wirtschaftliche Wachstum nach unten korrigiert. Erwartet werde nun ein Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von
0,7 Prozent, wie aus dem am Mittwoch vom Kabinett verabschiedeten Jahreswirtschaftsbericht hervorgeht. Bisher war die Regierung von einem Prozent Wachstum ausgegangen.
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, sagte, die Bundesregierung rechne mit einer „vorübergehenden Wachstumsdelle im Winterhalbjahr“. "Deutschland ist und bleibt Anker für Stabilität und Wachstum in Europa“, fügte er hinzu. Nach zwei außergewöhnlich wachstumsstarken Jahren sei die deutsche Wirtschaft „nach wie vor in einer erfreulich robusten Verfassung“. Im Jahresverlauf werde die deutsche Wirtschaft wieder zu einem höheren Wachstum zurückfinden.
Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter gut
Die Erfolgsgeschichte am Arbeitsmarkt werde sich laut Bericht fortsetzen. Die Zahl der Erwerbstätigen werde in diesem Jahr um 220.000 auf insgesamt 41,3 Millionen Personen zulegen, die Arbeitslosenquote auf 6,8 Prozent sinken. Die Arbeitslosigkeit werde damit so niedrig sein wie seit zwanzig Jahren nicht mehr.
Erwartet werde auch, dass die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte um 3,0 Prozent steigen. Gleichzeitig falle die Inflation mit 1,8 Prozent moderat aus.
18.01.2012
Hintergrund
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