Geschäftsklima in Ostdeutschland schlechter geworden
Das Geschäftsklima in Ostdeutschland hat sich entgegen dem gesamtdeutschen Trend verschlechtert. Vor allem die gegenwärtige Geschäftslage wird von den Unternehmen weniger gut beurteilt als noch zum Ende des vergangenen Jahres, wie das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung am Montag mitteilte. Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr seien die hiesigen Firmen unverändert pessimistisch.
Die Exporteure erwarteten merklich schwächere Impulse aus dem Geschäft mit dem Ausland. Auch die Personalplanungen seien negativer als im Dezember. Die Kapazitätsauslastung der Geräte und Maschinen liege etwas unter dem Wert im Herbst, aber weiterhin über dem Vorjahreswert sowie dem langfristigen Durchschnitt.
Auch im Großhandel Ostdeutschlands ist nach Angaben des ifo der Klimaindikator gesunken. Zwar werde die aktuelle Geschäftslage im längerfristigen Vergleich nach wie vor als sehr gut beurteilt wird, doch hätten sich die Lageeinschätzungen zuletzt deutlich eingetrübt. Ihrem weiteren Geschäftsverlauf blickten die ostdeutschen Großhändler ebenfalls deutlich pessimistischer entgegen als zuvor. Ebenfalls eingetrübt habe sich das Geschäftsklima im ostdeutschen Einzelhandel, das erstmals seit November 2010 als insgesamt schlecht eingeschätzt werde. Dem zukünftigen Geschäftsverlauf blickten sie pessimistischer entgegen als im Vormonat.
Abweichend davon sei der Geschäftsklimaindex im ostdeutschen Bauhauptgewerbe im Januar abermals gestiegen. Während die Baufirmen Ostdeutschlands ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter beurteilten, zeige sich in den Angaben zur künftigen Geschäftsentwicklung erheblich mehr Zuversicht als im vorangegangenen Monat.
30.01.2012
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