Ratgeber

TK: Künstliche Fingernägel sind anfällig für Pilze und Allergien

Künstliche Fingernägel sind wie "ein Tag der offenen Tür" für Pilze und Allergien. Darauf hat die Techniker Krankenkasse (TK) aufmerksam gemacht.  Sie rät daher: Finger weg von künstlichen Nägeln.

Bei der Bearbeitung des Nagels bestehe die Gefahr, sich mit einem Nagelpilz zu infizieren. Das Überkleben schwäche ferner das Nagelorgan und führe zur Verdünnung der Nagelplatte. Ein zu starkes Feilen des Nagels bis in das Nagelbett sei schmerzhaft und erhöhe zusätzlich das Risiko einer Infektion.

Im Falle von Nagelveränderungen durch das Tragen künstlicher Nägel seien Infektionen mit Pilzerregern weit verbreitet. Es bestehe damit auch ein erhöhtes Übertragungsrisiko für mikrobielle Infektionen auf Dritte. "Menschen, die in Berufen arbeiten, in denen Händehygiene wichtig ist, zum Beispiel Küchen-, Pflege-, und medizinisches Personal, sollten von künstlichen Fingernägeln Abstand nehmen", so die TK. "Die Gefahr von Keimbesiedelung durch die Verletzung des Nagels ist viel höher als mit Naturnägeln".

Beim Befestigen und Aushärten der Kunstnägel werden laut TK zusätzlich Dämpfe freigesetzt, die eine Kontaktallergie – eine sogenannte Acrylat-Allergie – auslösen können. Schwellungen und Hautausschläge im Gesicht und an den Händen könnten die Folge sein.

An den Fingernägeln lassen sich viele Stoffwechselstörungen und Mangelerscheinungen ablesen. Flecken, Rillen und Furchen in den Nägeln sind oft Anzeichen von Störungen im Organismus. Überzieht man die natürlichen Nägel dauerhaft mit einer künstlichen Schicht, verschwinden diese Warnsignale des Körpers einfach darunter. Erkrankungen können somit länger unerkannt bleiben und sich weiter ausbreiten.

16.11.2011