IHK bleibt bei Kritik an Bettensteuer
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt bleibt bei ihrer Kritik an der Bettensteuer. Ein Jahr nach Einführung der Steuer in Erfurt sei die Bilanz negativ, erklärte die Kammer am Mittwoch in Erfurt. Das Beherbergungsgewerbe der Landeshauptstadt habe deutliche Buchungseinbrüche hinnehmen müssen.
„Jeder befragte Betrieb sah sich schon einmal damit konfrontiert, dass sich Gäste aufgrund der Abgabe gegen einen Aufenthalt in Erfurt entschieden haben“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Die Umsatzrückgänge lägen abhängig von der Betriebsgröße zwischen 5.000 und 40.0000 Euro. Vor allem Geschäftsreisende, die die kulturellen Angebote der Stadt nicht in Anspruch nehmen, hätten kein Verständnis für die Abgabe.
Grusser monierte auch den immensen bürokratischen Aufwand für die Hotelliers und die uneinheitlichen Regelungen in den einzelnen Städten, in denen die Steuer mittlerweile erhoben werde. „Es ist für den Gast nicht nachvollziehbar und verwirrend, dass jede Stadt ihr eigenes Berechnungsmodell hat“, kritisierte der IHK-Chef.
25.04.2012
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