Überdurchschnittliches Wachstum in Südthüringens Industrie
Die Südthüringer Industrie ist im Frühjahr 2011 Marktanteile überdurchschnittlich gewachsen. Von Januar bis Mai 2011 stieg in Südthüringen der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,6 Prozent. Deutschlandweit ergab sich ein Zuwachs um 17,3 Prozent, in Thüringen wurden 17,1 Prozent erreicht.
Ausschlaggebend für die gute Entwicklung im IHK-Bezirk Südthüringen war die Industrie im Ilm-Kreis mit einem Umsatzwachstum von 24,7 Prozent, ergab eine Analyse der statistischen Daten für die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten, die die Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) vorgenommen hat. Auch im Landkreis Schmalkalden-Meiningen lag danach das Umsatzwachstum mit 18,1 Prozent über dem Thüringer- und Bundesdurchschnitt.
Mehr Beschäftigung
Viele Industriebetriebe in Südthüringen haben laut IHK ihre Belegschaften vergrößert. So die Beschäftigtenzahl um 6,2 Prozent gestiegen, wobei insbesondere im Ilm-Kreis (plus 8,5 Prozent) und im Landkreis Sonneberg (plus 6,1 Prozent) neue Stellen geschaffen wurden. Bundesweit stieg die Zahl der Jobs in der Industrie um 2,2 Prozent. In Thüringen ergab sich ein Zuwachs um 5,8 Prozent.
Export treibende Kraft
Treibende Kraft der Umsatzzuwächse ist in ganz Deutschland der Export. Die Südthüringer Industrie erreichte nach Angaben der IHK ein Wachstum von 21,6 Prozent (Thüringen: 19,1 Prozent, Deutschland 18,4 Prozent). Allerdings sei die Südthüringer Exportquote nach wie vor mit 28,6 Prozent gering.
Förderung für Export nötig
Aus Sicht des IHK-Hauptgeschäftsführers Ralf Pieterwas besteht hier politischer Handlungsbedarf: „Das deutsche Wirtschaftsmodell ist auf Export ausgerichtet. Das dokumentiert eine gesamtdeutsche Exportquote von 46,4 Prozent. Die Südthüringer Industriebetriebe erreichen den Bundesdurchschnitt nicht. Gerade deshalb benötigen wir für unsere Unternehmen die Beibehaltung der einzelbetrieblichen Außenwirtschaftsförderung“, sagte Pieterwas.
03.08.2011
Hintergrund
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