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VWT verlangt abgestimmte europäische Wirtschaftspolitik


Der Verband der Wirtschaft Thüringens (VWT) hat eine gemeinsame abgestimmte Politik der europäischen Staaten verlangt. "Wir brauchen diesen Wirtschaftsraum, wenn wir uns als Wirtschaftsstandort weiter entwickeln wollen“, sagte VWT-Präsident Wolfgang Zahn am Dienstag in Erfurt. Auch wenn die jetzt eingeleiteten Maßnahmen der Regierungen zunächst kurzfristig wirkten, seien sie doch dringend erforderlich, um auf lange Dauer stabile Finanzmärkte und damit Sicherheiten für die Realwirtschaft zu bekommen.

"Wenn wir von unserer Landesregierung und der Bundesregierung verstärkte Sparmaßnahmen zur Haushaltskonsolidierung fordern, so muss das erst recht auch in den hoch verschuldeten Staaten der europäischen Union gelten", sagte Zahn. Man könne nur da investieren, wo man auch sicher sei, dass das Geld nicht mit unkalkulierbaren Risiken belastet werde. "Deshalb braucht Europa ein verbindliches Stabilitätskonzept, dass die Gesundung der Staatshaushalte zwingend vorsieht und damit auch den Euro stützt", sagte Zahn.

"Europa mit seinen 500 Millionen Menschen ist unser wichtigster Markt, allein für uns in Thüringen sind im Jahr 2010 Waren und Dienstleistungen im Wert von 4,24 Milliarden Euro in die Eurozone exportiert worden“, betonte der VWT-Chef. Die thüringischen Unternehmen hätten 2010 einen Außenhandelsüberschuss mit der Eurozone von rund 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Allein im vergangenen Jahr sei in Thüringen durch die intensiven Lieferbeziehungen zu den europäischen Nachbarn ein Wachstum von über 3 Prozent möglich gewesen.

30.08.2011