Hintergrund

BNK hofft auf reiche Erdgasfunde in Thüringen

Das kanadische Unternehmen BNK Petroleum hofft auf ausbeutbare Ergasfunde in Thüringen. Noch in diesem Jahr soll mit der geologischen Erkundung in drei Suchfeldern begonnen werden, für die das Unternehmen und seine deutsche Niederlassung eine Genehmigung erhalten haben, sagte der für das Deutschlandgeschäft zuständige BNK-Manager Klaus Angerer am Montag in Erfurt. »

Zitat

„Die Energiewende droht zu scheitern, noch ehe sie richtig begonnen hat.“ (Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig am 30. Januar 2012 zu Kürzungsplänen für die energetische Gebäudesanierung)»

Frosts Kolumne

Keine neue Energiewende

Vor nicht einmal einem Jahr verkündete Angela Merkel die Energiewende. Es gab nicht wenige, die zweifelten, ob die Kanzlerin es diesmal wirklich ernst meinte. Und es gab offenbar auch viele, die dachten, so schlimm wird es schon nicht kommen. Die Befürchtungen der zweifelnden Befürworter der Wende scheinen sich ebenso zu bewahrheiten wie die vorübergehend verhohlenen Hoffnungen der Verzögerer.
    
Es ist schon bemerkenswert,  mit welcher Direktheit und Offenheit inzwischen die Gegner von Sonnen- und Windkraft als einer Alternative zur Kernkraft wieder agieren. Sie müssen nicht einmal mehr die Weiternutzung der Kernkraftwerke fordern. Es genügt, einen jungen Minister aus Merkels Kabinett vorzuschicken und ihn verlangen zu lassen, man möge doch nun endlich die Förderung von Solarstrom beenden. Ein starkes Stück, wenn man bedenkt, dass in den vergangenen zehn Jahren diese Förderung Deutschland zur technologisch führenden Kraft auf dem Gebiet der Photovoltaik gemacht hat. Die Abkehr von der Förderung würde diesen Vorsprung aufs Spiel setzen.

Nicht zum ersten Mal übrigens. Manches Hightech-Produkt, das heute als Massenware aus Fernost zu uns herüberkommt, wurde einst von deutschen Forschern und Ingenieuren ersonnen und entwickelt. Leider aber nicht in Deutschland gebaut.

Geradezu aberwitzig ist das Verlangen, den Bau von weiteren Photovoltaikanlagen in Deutschland zu bremsen. Es gibt keinen besseren Beweis dafür, dass eine mächtige Lobby hier versucht, so lange wie möglich mit den alten Technologien so viel wie möglich Kasse zu machen. Sie hätten in den vergangenen Jahren, vor allem unter dem Eindruck von Fukushima, besser daran getan, ihre Investitionen und Forschungen umzustellen: die Netze auszubauen und für die schwankungsanfällige Sonnen- und Windenergie zu ertüchtigen, leistungsfähige Speichersysteme zu entwickeln – was gewiss auch der E-Mobilität einen Schub verliehen hätte, und nicht zuletzt sich darum zu kümmern, wie der produzierte Strom am effizientesten genutzt werden kann. Stattdessen wurde wertvolle Zeit vergeudet, indem man sich an Gestriges klammerte.

Zugestanden: Solar- und Windindustrie haben auch nicht wenig an Lobbyarbeit geleistet, um ihrerseits am Alternativstrom kräftig mitzuverdienen. Manches an der Förderung über die Einspeisevergütung war überzogen und muss korrigiert werden, aber ohne eine leistungsfähige Industriebranche zu zerschlagen. Auf keinen Fall korrigiert werden darf der Grundkurs: Weg von der Kernkraft und der Nutzung fossiler Brennstoffe. Hin zu zeitgemäßen, ökologisch akzeptablen Energiekonzepten.

Zahlen

Biersteueraufkommen sinkt weiter

Die Biersteuer in Thüringen betrug im zurückliegenden Jahr 26, 23 Millionen Euro. Das waren rund 1,6 Millionen Euro weniger als 2010. Innerhalb der letzten fünf Jahre wurde damit ein neuer Tiefstand erlangt. Damit liegt Thüringen im Deutschlandtrend, denn das Aufkommen der Biersteuer ist in seiner Gesamtheit seit Jahren rückläufig. Die Biersteuer ist eine der ältesten Verbrauchsteuern und wurde schon im Mittelalter in vielen deutschen Städten als Malzaufschlag, Bierziese oder Bierpfennig erhoben. Die Höhe der Biersteuer richtet sich grundsätzlich nach dem Stammwürzegehalt des Bieres, der in Grad Plato gemessen wird. Ein Hektoliter übliches Vollbier (Pils, Alt…) mit einem Stammwürzegehalt von 12 Grad Plato ist mit 9,44 Euro Biersteuer belastet. Das bedeutet 1,9 Cent für ein 0,2 l-Glas, für einen halben Liter macht das 4,75 Cent.(Quelle: Thüringer Finanzministerium)

Hintergrund

Energiewende vorantreiben

Bei einem Treffen mit Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig verlangten Thüringer Unternehmer aus der Solarbranche verlässliche Rahmenbedingungen für den Ausbau der Photovoltaik in Deutschland. Zu wurde ein gemeinsames Papier verabschiedet. RegioWeb dokumentiert nachfolgend die darin enthaltenen 8 Forderungen: »

Hintergrund

Die neuen Förderrichtlinien im Überblick

Mit einer Anpassung der Investitionsförderung zum 1. Januar 2012 reagiert das Thüringer Wirtschaftsministerium auf sinkende finanzielle Spielräume bei anhaltend hoher Mittelnachfrage der Unternehmen. Die neue GRW-Richtlinie war am 27. Dezember 2011 im Thüringer Staatsanzeiger veröffentlicht worden und somit seit dem 1. Januar 2012. Regioweb dokumentiert nachfolgend die wichtigsten Änderungen. »

Hintergrund

Versorgung mit Breitbandanschlüssen nimmt zu

77 der privaten Haushalte verfügen derzeit über einen Internetanschluss. Davon besitzen 93 Prozent einen Breitbandanschluss. Regional gibt es aber erhebliche Unterschiede. So haben in Thüringen immer noch 1208 Orte keine Möglichkeit, über eine schnelle Verbindung Zugang zum Internet zu erhalten, geht aus einem Zwischenbericht der Landesregierung hervor. »