Rekordbeteiligung der Thüringer Landwirte im Umweltprogramm
Die Akzeptanz so genannter Agrarumweltmaßnahmen hat 2011 Höchstwerte erreicht. Im Rahmen des Programms zur Förderung umweltgerechter Landwirtschaft, Erhaltung der Kulturlandschaft, Naturschutz und Landschaftspflege in Thüringen (KULAP 2007) wurden im vergangenen Jahr rund 43,7 Millionen Euro an Fördermitteln ausgereicht. Insgesamt wurden 419.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche gefördert. Das entspricht mehr als der Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Thüringen.
Aufgrund der hohen Nachfrage nach KULAP-Förderung konnten 2011 allerdings keine neuen Anträge gestellt werden, wie das Agrarministerium am Mittwoch in Erfurt mitteilte. Bereits bewilligte und laufende Maßnahmen wurden jedoch weiterhin gefördert. Die freiwilligen Verpflichtungen laufen bei KULAP in der Regel über fünf Jahre.
Die Förderung erfolgt zu 80 Prozent aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER), den Rest finanzieren Bund und Freistaat. Die Förderung entschädigt die Landwirte für erhöhte Aufwendungen oder Ertragseinbußen, die den Betrieben durch freiwillige Umweltleistungen entstehen. Im Jahr 2011 haben Thüringer Landwirte im Rahmen des KULAP rund 2000 Tonnen Stickstoffdünger weniger auf ihren Feldern ausgebracht, auf bis zu 100.000 Hektar auf Pflanzenschutz verzichtet und auf mehr als 55.000 Hektar aktiv Naturschutz betrieben.
Aus den KULAP-Mitteln fördert der Freistaat auch den ökologischen Landbau, 2011 mit mehr als 4,4 Millionen Euro. Nachdem 2011 keine Neuanträge möglich waren, kann nun wieder die Umstellungsförderung beantragt werden. Die Europäische Union hat zugesagt, auch in der neuen Förderperiode ab 2014 eventuelle Altverpflichtungen zu finanzieren.
04.01.2012
Hintergrund
Viel Kohle ohne Risiko
Der Trojaner legte weltweit Computer lahm. Angeblich sollten die Nutzer pornografisches Material oder illegal Musik oder Videos aus dem Netz herunter geladen haben, erklärte die Mail mit dem Signum von Polizeibehörden aus aller Welt. 100 Euro sollte man zahlen, dann würde der Computer wieder frei geschaltet. Drei von 100 Betroffenen zahlten. Es hat ihnen nichts genützt, berichtet Gerald Hesztera von der europäischen Polizeibehörde Europol am Donnerstag auf einer Fachtagung in Erfurt. Sie sind Cyberkriminellen aufgesessen.
Termine in Thüringen
15.06.2013 - „Tag der Offenen Tür“ bei PIKO am 15. Juni 2013 »
Frosts Kolumne
Harte Einschnitte
Regierungschefin Christine Lieberknecht spricht von einem „dramatischen Bericht“. Und in der Tat hat die von der schwarz-roten Landesregierung berufene Expertenkommission dem Freistaat harte Einschnitte nahe gelegt. Sie betreffen einerseits die Landesverwaltung selbst, andererseits aber auch die Kommunen und ihre Strukturen. Da aber beginnt ein Dilemma. Denn für die Reformen der beiden Ebenen hat Lieberknecht einen unterschiedlichen Zeitplan.
Abonnieren Sie hier kostenlos aktuelle Nachrichten aus Thüringen.


