Wirtschaft & Politik

Land investiert 33 Millionen Euro in Oberhof


Der "Oberhof-Beauftragte" der Landesregierung, Jochen Staschewski (Foto: TMWAT)

Der "Oberhof-Beauftragte" der Landesregierung, Jochen Staschewski (Foto: TMWAT)

Mit Unterstützung des Landes soll Oberhof zu einem Zentrum des Wintersports und des Tourismus ausgebaut werden. Die Landesregierung beschloss dazu das Finanzierungskonzept für die Gestaltung der südthüringer Gemeinde. „Wir liegen beim Thema Oberhof gut im Zeitplan“, sagte Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski, der zugleich „Oberhofbeauftragter“ der Landesregierung ist, am Mittwoch in Erfurt.

Eine Reihe von Projekten befinde sich bereits in Umsetzung, sagte Staschewski. Er nannte die Sanierung der Rennsteigtherme oder Teilprojekte im Rahmen der Stadtentwicklung wie die Verlagerung des Busplatzes. Bau-Staatssekretärin Inge Klaan erklärte, die Baukosten von über 10 Millionen Euro allein in die Neue Mitte seien „gut und nachhaltig investiert“. Dieser zentrale Bereich werde zur städtischen Visitenkarte von Oberhof. „Deshalb haben wir uns entschieden, mit dem maximalen Fördersatz von 85 Prozent die Finanzierung der Einzelvorhaben zu unterstützen“, sagte Klaan. Für das Sozialministerium verwies Sozialstaatssekretär Hartmut Schubert darauf, dass inzwischen eine tragfähige Betreiberstruktur für die Oberhofer Sport- und Freizeitanlagen gefunden worden sei.

33 Millionen bewilligt 

Mit dem von der Landesregierung beschlossenen Finanzierungskonzepts sind nach den Worten Staschewskis die letzten finanziellen Hürden genom­men. Das Land investiere gut 33 Millionen Euro in das Wintersport- und Tourismuszentrum. Für mehrere Projekte soll noch in diesem Jahr der Startschuss gegeben werden, so etwa für das Multifunktionsgebäude am Grenzadler oder den Skilift am Fallbachhang.

Neubau einer Schanze 

Schubert kündigte an, dass die gemeinsam zwischen Bund und Land abgestimmten Sportstättenbauprojekte noch in diesem Jahr begonnen oder umgesetzt werden. Dazu zählten der Neubau einer Schanze, die Einhausung der Startanlage und wichtige Sanierungsmaßnahmen an der Rennschlitten- und Bobbahn. Für den Betrieb der Sport- und Freizeitanlagen soll es  eine Aufspaltung in einen gemeinnützigen und einen privatwirtschaftlichen Bereich geben. Dazu werde die bereits bestehende Oberhofer Sportstätten GmbH (OSG) in eine gemeinnützig Gesellschaft umgewandelt, um auch in Zukunft die volle Sport- und Tourismusförderung von Bund und Land zu gewährleisten. Eine zweite Gesellschaft werde für alle erwerbswirtschaftlichen Tätigkeiten, vor allem den Betrieb der Einrichtungen, zuständig sein.

14.03.2012