Kammern fordern Schienenverbindung zwischen Südthüringen und Nordwest-Oberfranken
Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik der Regionen Südthüringen und Oberfranken haben eine bessere Schienenverbindung zwischen beiden Regionen gefordert. Die Industrie- und Handelskammern Südthüringen und Coburg beschlossen, ein Gutachten „Lückenschluss und Ausbau Schienenverkehr Südthüringen - Nordwest-Oberfranken“ in Auftrag zu geben.
Ziel des Gutachtens sei es, eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten, die aufbauend auf Nachfrageprognosen (Fern- und Nahverkehr sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr) und Bedienkonzepten die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen beschreibt und Investitionskosten abschätzt, teilte die IHK Südthüringen am Donnerstag mit. Das Gutachten soll eine konkrete Handlungsempfehlung für die Anbindung Südthüringens an den ICE-Fernverkehrshalt Coburg enthalten. Eine fachliche Begleitung des Gutachtens werde von den jeweiligen Fachministerien der Länder Bayern und Thüringen unterstützt.
Anschluss an Fernverkehrsnetz
Von der Wirtschaft werde ein Lückenschluss der Werrabahn als durchgehende schnelle Verbindung von Eisenach nach Coburg befürwortet. Durch den Lückenschluss würde sich die Fahrzeit zwischen den beiden Städten auf ca. 1 ¾ Stunden halbieren. Mit einer Kombination aus Regional-Express und Regionalbahn könnten der ICE- Bahnhof Eisenach und der künftige ICE-Bahnhof Coburg optimal verbunden werden und darüber hinaus das nötige Fahrgastpotenzial für einen langfristig etablierten ICE-Halt Coburg aufbringen. Die Vorteile des Schienenlückenschlusses zwischen Südthüringen und Bayern im Nahverkehr seien offensichtlich. Lediglich Trassenführung, Wirtschaftlichkeit und Realisierungschancen würden im Moment kontrovers diskutiert.
15.03.2012
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