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Aufbaubank kurbelt Investitionen an


TAB-Vorstand Matthias Wierlacher (Foto: Uwe Frost)

TAB-Vorstand Matthias Wierlacher (Foto: Uwe Frost)

Die Thüringer Aufbaubank (TAB) hat mit ihren Fördermitteln beträchtliche Investitionen angekurbelt. 2011 initiierte die landeseigene Bank Investitionen in Höhe von 1,56 Milliarden Euro, durch die wiederum 4300 neue Arbeitsplätze entstanden sind. Insgesamt erzielte die Bank einen Jahresüberschuss von 6,3 Millionen Euro, das drittbeste Ergebnis seit der Bankgründung 1992. „Wir haben ein sehr, sehr gutes Jahr hinter uns“, sagte TAB-Vorstand Matthias Wierlacher am Dienstag in Erfurt.

Die Bank habe  insgesamt 1,19 Milliarden Euro an Fördermitteln ausgereicht, sagte Wierlacher. Größter Posten seien Kredite mit 620 Millionen Euro gewesen, 13 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zuschüsse wuchsen um 40 Prozent auf 501 Millionen Euro. Das Volumen der ausgereichten Bürgschaften vergrößerte sich um 58 Prozent auf 19 Millionen Euro. Die Beteiligungen der TAB haben sich mit 53 Millionen fast verachtfacht.

Fünf Branchen im Fokus

Der Löwenanteil der Förderung entfiel auf fünf Branchen. An der Spitze lag die Kfz-Industrie mit 360 Millionen Euro. Danach folgten die Nahrungsmittelindustrie mit 250 Millionen Euro und die Metallindustrie mit 153 Millionen Euro. 108 Millionen Euro entfielen auf die Logistikbranche, Unternehmen der Optischen Industrie erhielten 62 Millionen Euro. Die Kommunen erhielten nach Angaben der TAB 278 Millionen Euro an Darlehen.

Wohnungsförderung stabil               

Stabil entwickelt sich die Wohnungsbauförderung. Für Neubau und Modernisierung von Mietwohnungen wurden laut TAB 33 Millionen Euro eingesetzt. Die Mittel für die Eigenheimförderung beliefen sich auf 17 Millionen Euro. Dieses Niveau soll auch in diesem Jahr beibehalten werden. Von 2007 bis 2011 hat die TAB nach eigenen Angaben 6422 Eigenheime und Mietwohnungen gefördert.

Eigenkapital gestärkt

Einen deutlichen Schritt nach vorn hat die TAB bei der Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis gemacht. Vorstand Michael Schneider sagte, aus eigenen Mitteln sei das Kapital um 20 Millionen Euro auf 87 Millionen Euro aufgestockt worden. Somit liege die Kernkapitalquote jetzt 30 Prozent. Die von Basel III geforderten 10,5 Prozent würden damit mehr als erfüllt, so dass die TAB noch genügend Spielraum für die Förderung von Unternehmen habe.

20.03.2012