Sozialministerium rät vom Verzehr von Schafleber wegen Dioxinen ab
Das Thüringer Sozialministerium rät vorsorglich bis auf weiteres davon ab, Schafleber zu essen. Grund seien Dioxine und dioxinähnliche Polychlorierte Biphenyle (dl-PCB) , die sich im menschlichen Körper anreichern könnten. Der Verzehr von Schaffleisch selbst sei aber unbedenklich, erklärte das Ministerium am Dienstag in Erfurt.
Bei Laboruntersuchungen von elf aus Thüringen stammenden Schafleberproben hatten vier Proben Überschreitungen der festgelegten Höchstgehalte für Dioxine und dioxinähnliche Polychlorierte Biphenyle (dl-PCB) ergeben. Die Befunde decken sich nach Angaben des Ministeriums mit den Untersuchungsergebnissen anderer deutscher Bundesländer. Der Ursprung der Schadstoffe konnte bisher nicht geklärt werden.
Eine gesundheitliche Gefährdung sei durch den Genuss einzelner Portionen Schafleber nicht zu befürchten. Die tolerierbare wöchentliche Aufnahme für einen lebenslangen Verzehr würde jedoch überschritten, wenn jede Woche Portionen von 250 Gramm gegessen würden. Obwohl seit vielen Jahren ein Rückgang des Ausstoßes an Dioxinen und dl-PCB festzustellen ist, sind diese Stoffe immer noch ein Problem, da sie aufgrund ihrer Stabilität in der Umwelt lange überdauern. Tiere nehmen die Substanzen über das Futter auf, so dass vor allem Lebensmittel tierischer Herkunft damit belastet sein können.
20.03.2012
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