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Forderungen nach Abschaffung des Solidarpakts in Thüringen zurückgewiesen

Die Forderungen von Kommunalpolitikern nach Abschaffung des Solidarpakts sind in Thüringen auf Ablehnung gestoßen. Finanzminister Wolfgang Voß sagte, der Solidarpakt sei nicht Ursache für fehlende finanzielle Stabilität in westdeutschen Kommunen.

„Der Solidarpakt wurde verhandelt, um die Folgen der deutschen Teilung und die damit verbundene Strukturschwäche der neuen Länder aufzuarbeiten“, erklärte Voß am Dienstag in Erfurt. Der Pakt habe damit „einen klaren Anlass, ein klares Ziel und eine klare Dauer“. Er sei bis 2019 geregelt und das sollte man nicht in Frage stellen, sagte Voß.

Matschie spricht von Jammerdebatte 

SPD-Landeschef Christoph Matschie, der zugleich stellvertretender Ministerpräsident in Thüringen ist, warnte vor einer „Jammerdebatte West“. „Wir brauchen eine wirksame Strategie zur Bewältigung des demographischen Wandels. Der Osten steckt mittendrin. Einige Regionen im Westen der Republik werden bald vor den gleichen Problemen stehen. Da heißt es voneinander zu lernen, nicht zu jammern und zu neiden“, sagte Matschie.

20.03.2012